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Veltins Wechselhaftes Wetter macht Bierbranche zu schaffen

Das erste Halbjahr von 2019 war für die Brauereien in Deutschland verlustreich. Wechselhaftes Wetter lässt den Biermarkt schrumpfen – ohne schnelle Erholung.
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ILLUSTRATION - Kronkorken der Brauereien Krombacher, Warsteiner, Veltins und Bitburger liegen am 13.01.2014 in Köln (Nordrhein-Westfalen) neben einem Bierglas. Das Bundeskartellamt hat wegen verbotener Preisabsprachen bei Bier Bußgelder in Höhe von 106,5 Millionen Euro verhängt. Foto: Marius Becker/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa
Bußgelder gegen Brauereien

ILLUSTRATION - Kronkorken der Brauereien Krombacher, Warsteiner, Veltins und Bitburger liegen am 13.01.2014 in Köln (Nordrhein-Westfalen) neben einem Bierglas. Das Bundeskartellamt hat wegen verbotener Preisabsprachen bei Bier Bußgelder in Höhe von 106,5 Millionen Euro verhängt. Foto: Marius Becker/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

(Foto: dpa)

Meschede-Grevenstein Das wechselhafte Wetter der vergangenen Monate setzt der Bierbranche zu. Im ersten Halbjahr habe der Bierabsatz in Deutschland um rund drei Prozent unter dem von einem warmen Sommer und der Fußballweltmeisterschaft geprägten Vorjahresniveau gelegen, sagte der Veltins-Manager Volker Kuhl bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz der Brauerei am Donnerstag.

Insgesamt seien in Deutschland zwischen Januar und Juni nach Schätzungen von Veltins wohl rund 14,5 Millionen Bierkästen weniger verkauft worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Biermarkt in Deutschland sei im ersten Halbjahr so stark geschrumpft, „wie seit Jahren nicht mehr“, sagte Kuhl. Vor allem die Monate Mai und Juni machten den Brauereien deutschlandweit zu schaffen.

Witterungsbedingt hätten die Umsätze in diesem Zeitraum sogar um rund 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen. Auch für den Rest des Jahres ist Veltins nicht sonderlich optimistisch. „2019 wird für Deutschlands Brauereien zu einem verlustreichen Jahr. Eine grundsätzliche Erholung der Absatzsituation bis Jahresende ist unrealistisch, sodass der Biermarkt mit einem deutlichen Volumenverlust schließen wird“, prognostizierte der Veltins-Generalbevollmächtigte Michael Huber.

Mit dem Verlauf des eigenen Geschäfts ist das Unternehmen dennoch nicht unzufrieden. Zwar sei auch bei Veltins der Brauereiausstoß im ersten Halbjahr mit 1,57 Millionen Hektoliter geringer als im Vorjahr gewesen. Doch habe man mit einem Minus von „nur“ 2,1 Prozent besser abgeschnitten als die Branche insgesamt.

„Der leichte Ausstoßverlust war absehbar und eingeplant - ein Jahrhundertsommer lässt sich nicht abonnieren“, sagte Huber. Ein deutliches Wachstum verzeichnete die zum Veltins-Portfolio gehörende Marke Grevensteiner, deren Ausstoß um 16 Prozent stieg. Sie profitierte vom Trend zu Bierspezialitäten.

Mehr: Die Brauerei hat hoch gepokert – und gewonnen: Im Bierkartell-Prozess riskierte Carlsberg ein Vielfaches der bereits verhängten Strafe von 62 Millionen Euro und zahlt nun: nichts.

  • dpa
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  • Unabhängig vom Wetter: Die deutschen Biere sind zu habhaft und schmecken nicht. Zur Zeit pusht InBev in Deutschland die mexikanische Marke "Corona" und ist damit sehr erfolgreich. Der Trend geht eindeutig zu den Spzialitäten aber auch die frisch-leichten Biere nach amerikanischem Muster sind bei den jungen Konsumenten groß im Kommen. Diesen Bieren gehört wohl die Zukunft. Die Deutschen werden sich schwer tun, da mitzuhalten. Für das deutsche Brauereiwesen sage ich düstere Zeiten voraus. Eine neuerliche Pleitewelle ist nicht ausgeschlossen. Jede 2. Brauerei ist nach meiner Einschätzung ein "Zombie" und wird nur durch den augenblicklichen Niedrigzins beatmet.

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