Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Verdampfer E-Zigarettenhersteller Juul zieht sich aus Deutschland zurück

Noch 2019 hatte das US-Unternehmen die Marktführerschaft in Deutschland angestrebt. Nun kommt das Aus. Auch in der Heimat steht Juul unter Druck.
15.10.2020 - 15:32 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen ist in den USA für hochdosierte Verdampfer bekannt – damit sollen auch Kettenraucher als Kunden gewonnen werden, die aus dem Tabakrauchen aussteigen wollen und viel Nikotin gewohnt sind. Quelle: AP
Juul-Produkte

Das Unternehmen ist in den USA für hochdosierte Verdampfer bekannt – damit sollen auch Kettenraucher als Kunden gewonnen werden, die aus dem Tabakrauchen aussteigen wollen und viel Nikotin gewohnt sind.

(Foto: AP)

Hamburg Der us-amerikanische E-Zigarettenhersteller Juul wirft in Deutschland das Handtuch. Man werde sich zum Jahresende aus dem hiesigen Markt zurückziehen, sagte ein Firmensprecher am Donnerstag in Hamburg. Die Produkte seien noch im Handel erhältlich, solange der Vorrat reiche.

Nach einer Kürzungswelle im Mai hatte die Deutschland-Tochter zuletzt nur noch etwa ein Dutzend Mitarbeiter, ihnen wurde gekündigt. Man müsse „Prioritäten setzen, um langfristig erfolgreich zu sein“, so das Unternehmen. Dadurch könne man in Forschung und Entwicklung und künftige Produkte „in Kernmärkten“ investieren.

Bereits im Sommer war das Österreichgeschäft beendet worden, auch in der Schweiz kommt nun das Aus. Zuvor hatte die „Lebensmittel Zeitung“ berichtet.

Juul ist in den USA für hochdosierte Verdampfer bekannt – damit sollen auch Kettenraucher als Kunden gewonnen werden, die aus dem Tabakrauchen aussteigen wollen und viel Nikotin gewohnt sind. Hierzulande sind die Juul-Produkte aufgrund von EU-Vorgaben deutlich schwächer dosiert.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Noch 2019 hatte das Unternehmen die Marktführerschaft in Deutschland angepeilt, doch der Verkauf kam nicht in die Gänge. Zudem gab es Ärger mit der Konkurrenz – ein deutscher Wettbewerber erwirkte zwischenzeitlich einen Lieferstopp von Juul-Produkten, weil auf den Kartuschen ein Recyclingzeichen fehlte. Nun zog die Firma für Deutschland die Reißleine.

    Juul galt nach seiner US-Markteinführung 2015 lange Zeit als boomendes Start-up, Ende 2018 stieg der US-Tabakriese Altria (Marlboro) für 12,8 Milliarden Dollar bei dem Unternehmen ein und sicherte sich 35 Prozent der Anteile. Der Kauf wurde für Juul teuer, einen Großteil seiner Investition hat Altria bereits abgeschrieben.

    Juul steht wegen einer E-Zigaretten-Epidemie unter Jugendlichen in den USA schon länger heftig in der Kritik und ist mit vielen Klagen konfrontiert.

    Mehr: Warum Südamerika zum Hotspot des Zigarettenschmuggels wurde

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Verdampfer - E-Zigarettenhersteller Juul zieht sich aus Deutschland zurück
    0 Kommentare zu "Verdampfer: E-Zigarettenhersteller Juul zieht sich aus Deutschland zurück"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%