Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Verdi droht 3.000 Geldtransport-Mitarbeiter im Warnstreik

Werden die Streiks weitergeführt, könnte es zu Bargeldengpässen in Geschäften kommen. Die Gewerkschaft Verdi fordert die Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro, für zwei Jahre.
Kommentieren
Die Verhandlungen gingen am Donnerstag weiter. Die Arbeitsgeber halten die Forderungen der Gewerkschaft Verdi für nicht umsetzbar. Quelle: dpa
Warnstreik

Die Verhandlungen gingen am Donnerstag weiter. Die Arbeitsgeber halten die Forderungen der Gewerkschaft Verdi für nicht umsetzbar.

(Foto: dpa)

BerlinGeldautomaten und Geschäfte in Deutschland wurden wegen des Tarifkonflikts im Transport-Gewerbe auch am Donnerstag nicht mit Bargeld versorgt. Zu Engpässen für Kunden kam es nach Darstellung des Handels wegen des Arbeitskampfes jedoch nicht. An dem erneuten Warnstreiks beteiligten sich rund 3.000 Beschäftigte der Geld- und Wertdienstbranche, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte.

Bereits am Mittwoch hatten so viele Mitarbeiter nach Gewerkschaftsangaben bundesweit die Arbeit niedergelegt. Für Verbraucher hätten die Ausstände bislang kaum Folgen, hatte die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) zuvor erklärt.

Hintergrund ist der Tarifstreit um höhere Löhne in der Branche mit rund 12.000 Beschäftigten. Die Verhandlungen gingen am Donnerstag in Berlin weiter. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro bei einer Laufzeit von zwei Jahren sowie die Angleichung der Gehälter in den neuen Bundesländern. Die Arbeitgeber halten die Forderungen für nicht umsetzbar.

Die deutschen Banken bleiben bei Ihrer Aussage, dass es bislang keine Anhaltspunkte für größere Auswirkungen des Streiks gibt. Allenfalls punktuell lönnte es zu Einschränkungen in der Bargeldversorgung kommen.
Allerdings ist es den Geldhäusern wichtig, auf die Alternativen zum Bargeld hinzuweisen: Neben der Bezahlung mit Girocard oder Kreditkarte könnten sich die Kunden auch an vielen Supermarktkassen und Tankstellen Bargeld auszahlen lassen. Besonders populär ist diese Alternative bislang allerdings nicht.

Eine Umfrage des Bundesverbandes deutscher Banken aus dem Mai 2018 kam zu dem Ergebnis, dass neun von zehn Deutschen sich nach wie vor am Geldautomaten mit Bargeld versorgen. Nur acht Prozent gehen zum Bankschalter. Und das sogenannte „Cash-Back“, also die Möglichkeit, beim Einkauf an der Supermarktkasse Geld vom Konto abzuheben, nutzen nur vier Prozent der Befragten.

Der Handelsverband Deutschland sieht weiter kaum Auswirkungen für Verbraucher. „Der Kunde spürt das nicht“, sagte ein Verbandssprecher. Viele Geschäfte und Supermärkte hätten sich auf die Warnstreiks eingestellt und sich vorab mit mehr Wechselgeld versorgt. Falls die Warnstreiks großflächig auch in die nächste Woche ausgedehnt werden sollten, könnte es aber zu Engpässen kommen, hieß es.

Vorerst blieb unklar, ob die Gewerkschaft Verdi auch für Freitag bundesweit zu weiteren Warnstreiks aufruft. In den Regionen Berlin und Brandenburg soll der Ausstand nach Gewerkschaftsangaben am Freitag weitergehen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • mm
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Verdi droht - 3.000 Geldtransport-Mitarbeiter im Warnstreik

0 Kommentare zu "Verdi droht: 3.000 Geldtransport-Mitarbeiter im Warnstreik"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.