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Verdi-Modell Genossenschaft soll Schlecker-Filialen retten

Die Gewerkschaft Verdi wirbt bei der baden-württembergischen Landesregierung um Unterstützung für einen Schlecker-Rettungsplan. Große Filialen sollen unter kommunaler Beteiligung weiterlaufen - wenn das Land bürgt.
06.07.2012 - 12:23 Uhr 2 Kommentare
Tausende Schlecker-Frauen haben ihre Jobs verloren. Für andere könnte es weitergehen, hofft die Gewerkschaft Verdi. Quelle: dpa

Tausende Schlecker-Frauen haben ihre Jobs verloren. Für andere könnte es weitergehen, hofft die Gewerkschaft Verdi.

(Foto: dpa)

Frankfurt/Madrid/Ehingen Die Gewerkschaft Verdi startet einen letzten Versuch zur Rettung von Schlecker-Filialen. Sie will rund 600 Geschäfte, die einen Jahresumsatz von über 500.000 Euro gemacht haben, mithilfe eines Genossenschaftsmodells weiterbetreiben lassen, wie Landesbezirksleiterin Leni Breymaier im Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“ (Freitagausgabe) sagte.

Darum ringe die Gewerkschaft mit der baden-württembergischen Landesregierung. Als mögliche Teilhaber nannte Breymaier die Kommunen, denen jetzt ein Laden fehle. „Ich erwarte von der Landesregierung, dass sie hier hilft, dass sie gegebenenfalls bürgt, damit auch Lieferanten gefunden werden“, sagte sie.

In Spanien will die Drogerie-Kette trotz der Insolvenz weiter expandieren. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters bestätigte am Donnerstag spanische Medienberichte, denen zufolge das Unternehmen in dem Land bis 2014 insgesamt 62 neue Läden eröffnen will. Derzeit betreibt Schlecker dort 1127 Filialen und beschäftige 3228 Mitarbeiter.

Unabhängig davon sucht Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz nach einem Käufer für die Niederlassung in Spanien. Man habe bereits Kontakt zu mehreren Interessenten aufgenommen, sagte er nach Angaben der staatlichen spanischen Nachrichtenagentur Efe.

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    Er hoffe, dass bis zum Ende des Jahres ein Käufer gefunden werden könne. Spanien sei der Markt, auf dem Schlecker „den größten Erfolg“ erzielt habe. 2011 habe der Umsatz 320 Millionen Euro betragen. Schlecker Spain sei von der Konzernzentrale in Deutschland immer relativ unabhängig gewesen.

    Unterdessen gehen in Deutschland die Verhandlungen über die Zukunft der Schlecker-Tochter Ihr Platz weiter. Insolvenzverwalter Werner Schneider verhandele weiter mit interessierten Investoren, sagte ein Sprecher. Sollte für Ihr Platz keine Lösung gefunden werden, würden wohl noch einmal fast 4000 Menschen ihren Job verlieren.

    Mehrere Interessenten für Ihr Platz
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    2 Kommentare zu "Verdi-Modell: Genossenschaft soll Schlecker-Filialen retten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Jeder der den Mut hat sich unternehmerisch auf eigene Beine zu stellen hat die Aussicht auf Fördermittel von der EU, vom Staat oder vom Land. Selbst bei der Ausarbeitung eines fundierten Businessplanes bekommt man Zuschüsse. Einfach mal mit der örtlichen IHK sprechen oder http://www.foerdermittel-deutschland.de aufsuchen.

    • Warum rettet nicht Verdi selbst das Unternehmen, wenn Sie so von diesem Konzept überzeugt sind? Genug Vermögen hätten Sie ja. Warum soll hier (mal wieder) der Steuerzahler ran?

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