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Verdi vs. Deutsche Post Gewerkschaft wirft Post Vertragsbruch vor

Vergangene Woche kündigte die Deutsche Post an, sie wolle bei neuen Mitarbeiter künftig den Haustarifvertrag umgehen. Nun protestiert Verdi: Die Post verstoße gegen die Verträge und gefährde die Sozialpartnerschaft.
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Für sie soll nicht der Post-Haustarifvertrag sondern die regionalen Tarifverträge der Speditions- und Logistikbranche gelten. Quelle: dpa

Für sie soll nicht der Post-Haustarifvertrag sondern die regionalen Tarifverträge der Speditions- und Logistikbranche gelten.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Gewerkschaft Verdi wirft der Deutschen Post Vertragsbruch vor. Die Pläne des „gelben Riesen“, neuen Mitarbeitern in der Paketzustellung künftig niedrigere Löhne zu bezahlen, verstießen gegen geltende Verträge zwischen der Gewerkschaft und der Post, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis am Mittwoch in Düsseldorf.

In den Verträgen sei die Fremdvergabe von Zustellbezirken außerhalb der Deutsche Post AG bis Ende 2015 eng begrenzt worden.

Der Verdi-Tarifexperte Stephan Teuscher sagte, das Vorgehen der Post erschüttere die Sozialpartnerschaft im Kern. Die Gewerkschaft suche nun nach einer tarifpolitisch angemessenen Antwort. Streiks stünden aber zurzeit nicht auf der Tagesordnung.

Die Post hatte in der vergangenen Woche angekündigt, neue Mitarbeiter in der Paketzustellung künftig in eigens gegründeten Servicefirmen einzustellen, für die nicht der Post-Haustarifvertrag sondern die regionalen Tarifverträge der Speditions- und Logistikbranche gelten sollen. Laut Verdi bedeutet das für die Betroffenen, Einkommenseinbußen auf 65 bis 85 Prozent des Haustarifvertrages der Post.

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  • dpa
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