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Verhandlungen mit Corpus Immobiliengruppe Metro stellt Weichen für Immobilien-Verkauf

Der Verkauf der deutschen Einzelhandelsimmobilien des Düsseldorfer Metro-Konzerns nimmt immer konkretere Formen an.
  • G. Lipinski und R. Vierbuchen (Handelsblatt)

HB HAMBURG. Der Vorstand des Handelskonzerns hat nach Informationen des Handelsblatts in der vergangenen Woche eine wichtige Weiche gestellt: „Uns liegt ein Schreiben des Vorstands vor, wonach Metro sich jetzt entschlossen hat, ihre Einzelhandelsimmobilien als Gesamtpaket zu veräußern“, erklären Sprecher der beiden Bieterkonsortien dem Handelsblatt übereinstimmend.

Zu den Bietern gehören zwei Konsortien: Das eine besteht aus der US-Fondsgesellschaft Blackstone und der Hamburger Immobiliengruppe Agiv, das zweite aus der Kölner Corpus Immobiliengruppe, GE Capital sowie den Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs. Ein Sprecher der Metro AG wollte dies auf Anfrage des Handelsblatts nicht kommentieren.

Dagegen bestätigte die Kölner Corpus Immobiliengruppe, dass die Metro AG ihr ein Angebot darüber unterbreitet habe, zu welchen Konditionen sie sich von ihrem Gesamtimmobilienbestand trennen werde. Daraufhin hat Corpus ihrerseits ein Angebot abgegeben. Die Immobiliengruppe rechnet noch in diesem Jahr mit einer Einigung. Auch das Bieterkonsortium Blackstone und Agiv hat inzwischen mitgeteilit, dass es ein Angebot für das Immobilienpaket abgegeben hat.

Ende des vergangenen Jahres hatte der Metro-Konzern bereits einen Versuch gestartet, sich von seinen rund 357 Einzelhandelsimmobilien zu trennen, stornierte seine Verkaufsabsichten auf Grund steuerlicher Aspekte aber wieder. Das Geschäft hat ein Volumen von 3,2 bis 3,4 Mrd. Euro und ist damit eine der größten Transaktionen dieser Art in Europa. Durch den Verkauf erhofft sich der Düsseldorfer Handelsriese einen außerordentlichen Gewinn von rund 500 Mill. Euro, heißt es aus Firmenkreisen der Metro.

Zum Hintergrund: Im Januar 2000 hatte der Metro-Vorstand den Entschluss gefasst, sich von sämtlichen Immobilien (SB–Warenhäuser, Innenstadt-Warenhäuser, Baumärkte) zu trennen. Im Sale-and-leaseback-Verfahren wird der Konzern die Immobilien zurückmieten. Damit hebt der Handelskonzern erhebliche stille Reserven seines Vermögens.

Im ersten Schritt hatte der Konzern im Januar 2000 sämtliche Einzelhandelsimmobilien zum Buchwert von rund 2,75 Mrd. Euro an die eigens zu diesem Zweck gegründete Asset Immobilienbeteiligungen GmbH (AIB) übertragen. Daran hält Metro 49 %, die Düsseldorfer WestLB 51 % der Anteile. Seither bemüht sich die AIB um den Weiterverkauf der Immobilien. Der Gewinn aus dem Immobilienverkauf fließt der Metro AG zu, während die WestLB eine marktübliche Vergütung erhält.

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