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Verhandlungen stocken Flugbegleiter dehnen ihre Streiks aus

Die Flugbegleiter wollen ihre Streiks auf mehrere Flughäfen ausweiten. Wo und wann, wird laut Gewerkschaft Ufo erst sechs Stunden im voraus bekannt gegeben. Nun bietet die Lufthansa Passagieren Gratis-Umbuchungen an.
03.09.2012 - 13:14 Uhr 3 Kommentare
Die Flugbegleiter wollen ihren Arbeitskampf ausweiten. Quelle: dapd

Die Flugbegleiter wollen ihren Arbeitskampf ausweiten.

(Foto: dapd)

Frankfurt Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat Lufthansa-Passagiere am Montag erneut auf eine Geduldsprobe gestellt. Sie kündigte zwar eine Ausweitung ihres Streiks für (den morgigen) Dienstag an, ließ aber offen, wo und wann genau die Flugzeuge am Boden bleiben sollten. Die Lufthansa reagierte auf die Ankündigung lediglich mit der Aussage, sie werde kein neues Angebot vorlegen.

Das Unternehmen hat bisher 3,5 Prozent mehr Lohn bei Ausweitung der Arbeitszeit geboten. Ufo fordert ein Plus von 5 Prozent und den Verzicht auf die Auslagerung der Arbeit in Teilzeitfirmen.

Ufo hatte am Sonntagabend auf ihrer Internetseite mitgeteilt, der Dienstag werde „sicherlich ausgeweitete Streiks in Bezug auf Orte und Zeiten beinhalten“. Ufo-Vorsitzender Nicoley Baublies sprach von „sehr geringen Chancen“ für eine baldige Rückkehr an den Verhandlungstisch. Seit Beginn des Arbeitskampfes in der vergangenen Woche habe sich die Lufthansa nicht gemeldet, sagte er.

Wo die Flugbegleiter am Dienstag streiken wollen, sei noch offen. Der Vorstand der Gewerkschaft habe sich noch nicht auf einen Ort geeinigt. Ufo will sechs Stunden vorher ankündigen, welche Flughäfen bestreikt werden.

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    Die Lufthansa habe ihre Möglichkeiten über- und die Streikbeteiligung unterschätzt, erklärte Baublies. Da die Luftfahrtgesellschaft nicht in der Lage gewesen sei, am Freitag den Sonderflugplan aufrecht zu erhalten, „bleibt zu vermuten, dass dies am Dienstag auch nicht klappen dürfte“. Am Freitag waren auf Deutschlands größten Airport bei einer achtstündigen Arbeitsniederlegung rund 200 Lufthansa-Flüge ausgefallen. 26.000 Passagiere saßen fest, die Kosten dafür gehen nach Konzernangaben in die Millionen.

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    3 Kommentare zu "Verhandlungen stocken: Flugbegleiter dehnen ihre Streiks aus"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Mühsam ersparter Urlaub!
      Durch harte Arbeit für den lang ersparten Urlaub weicht die Vorfreude nun in Angst. Alles bezahlt, alles gebucht - kann ich fliegen? Gewiß ist es für uns das letzte Mal mit Lufthansa. So geht man nicht mit Kunden um!
      Ich bin dankbar einen Job (viel schlechter bezahlt aber vergleichbare Bedingungen) zu haben. Es gibt keine Gewerkschaftsmöglichkeit. Unser Kundschaft aber ist unsere Existenz!
      Jeder ist ersetzbar! Der Erfolg wird eine Selbstschädigung sein!

    • Das ist enorm geschäftsschädigend. Jeder der da mitmacht sollte sich mal klar machen, dass es morgen nicht nur um die geschädigten Passagiere irgendwo in einem tristen Wartesaal geht. Vielmehr verliert jeder Betroffene das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Airline und der deutschen Flughäfen. Es ist dann wie in Frankreich oder Italien oder irgendwo in der dritten Welt: Mal kommt der Flieger, mal eben nicht oder die Bahn streikt oder die Busfahrer. Ein funktionierendes Wirtschaftssystem sieht anders aus. Man stelle sich vor, nächste Woche streiken die Elektrizitätswerke!

    • Alle rausschmeissen! Unter neuen Zeitarbeitsverträgen einstellen. Die Crews jung halten. Dafür mehr Service und Arbeitsplätze am Boden schaffen.

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