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Verkauf von Fab Von 1 Milliarde auf 15 Millionen in zwei Jahren

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Alles Geld fließet ins neue Projekt

Jason Goldberg reagiert, und das heftig. Der Standort Berlin wird massiv ausgebaut, zwei Unternehmen übernommen, 125 Mitarbeiter eingestellt. Der einstigen Xing-Manager will den deutschen Markt mit Macht verteidigen. Allein ins Marketing fließen 40 Millionen Euro, berichtet die „Gründerszene“.

Das mündet zunächst im Erfolg, „Bamarang“ wird nach nur einem halben Jahr eingestellt. Fab bleibt auf dem aufgepumpten Marketing-Apparat sitzen, die monatlichen Kosten fressen das Kapital auf. Es folgen Kürzungsrunden, ab Sommer 2013 schrumpft die Belegschaft zusehends. Heute ist der Großteil des Kapitals verbraucht, die Mitarbeiterzahl zweistellig.

35 Mitarbeiter Fabs werden vom neuen Eigentümer PCH übernommen. Die Investoren wollen Fab künftig als Vertriebskanal für Designer und Industrieunternehmen nutzen, mit denen sie zusammenarbeiten. Das Kapital hinter Fab ist derweil längst woanders.

Jason Goldberg hat sich schon länger einem Derivat seines einstigen Wunderkinds zugewandt, der Plattform  Hem.com.  Der Online-Händler entwirft, produziert und verkauft Design-Möbel – von Berlin aus. Goldberg ist inzwischen dauerhaft nach Deutschland gezogen. Hem baut direkt auf Fab auf, speist sich auch aus den Investorenmitteln, die noch vorhanden waren. Das Portal starte im September 2014, inzwischen sollen 100 ehemalige Fab-Mitarbeiter gewechselt haben.

Die Investoren schauen Goldberg inzwischen stark auf die Finger.  Sein erstes Projekt, die Stellensuchmaschine Jobster, verbrannte 48 Millionen Dollar Investorengelder, bevor sie zerstückelt und entsprechend verlustreich verkauft wurde. Das Folgeprojekt Socialmedian konnte er zumindest mit einem kleinen Gewinn verkaufen – an Xing, seinen späteren Arbeitgeber. Mit Hem.com muss Goldberg nun liefern. Und so wundert es nicht, dass auch die Erlöse aus dem Fab-Verkauf direkt in den Möbelhändler fließen.

 

 

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