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Verlagshaus Bastei Lübbe-Chef will Verlag Ende 2020 verlassen

Carel Halff war im Jahr 2017 zum Vorstandsvorsitzenden des Kölner Traditionshauses geworden. Er will sich nun auf seine eigene Firma konzentrieren.
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Der Vorstandsvorsitzende von Bastei Lübbe verlässt den Verlag Ende 2020. Quelle: Sueddeutsche Zeitung Photo
Carel Halff

Der Vorstandsvorsitzende von Bastei Lübbe verlässt den Verlag Ende 2020.

(Foto: Sueddeutsche Zeitung Photo)

Köln Das Kölner Verlagshaus Bastei Lübbe muss sich einen neuen Chef suchen. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Carel Halff, kündigte am Dienstag an, seinen Ende 2020 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Doch werde er bis zu seinem Ausscheiden dem Unternehmen in vollem Umfang zur Verfügung stehen.

Der 68-jährige Halff begründete den Schritt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit seinen anderen Aufgaben. Er habe bereits vor fünf Jahren eine Beratungsfirma gegründet. Seit seinem Einstieg bei Bastei Lübbe sei sie von seinem Partner geführt worden. Doch stoße diese Lösung an ihre Grenzen.

„Aus Kapazitätsgründen musste er zuletzt immer wieder Anfragen absagen. Der weitere Aufbau dieser Firma ermöglicht mir deshalb keine weitere Verlängerung.“ Bastei Lübbe hat eine schwierige Zeit hinter sich. Der Anfang des Jahrzehnts gestartete Versuch, aus dem deutschen Publikumsverlag innerhalb weniger Jahre einen internationalen Medienkonzern mit durchgängiger Verwertungskette bis hin zum Computerspiele-Entwickler zu schaffen, scheiterte krachend.

Die Folge waren hohe Verluste. Halff hatte die Führung des Verlages in der Krise übernommen und ihn wieder auf das Kerngeschäft ausgerichtet. Im vergangenen Jahr gelang so die Rückkehr in die Gewinnzone.

Bei der Hauptversammlung des Verlagshauses im September betonte Halff Bastei Lübbe sei „wieder auf Kurs gebracht“ und nun sei es „an der Zeit, neue Chancen für Wachstumsmöglichkeiten mit Augenmaß auszuloten“. Aufsichtsratschef Robert Stein dankte Halff für den gelungenen Strategiewechsel.

Mehr: „Der Kampf um die Autoren muss bleiben“, sagte Halff noch im vergangenen Jahr. Im Interview erklärt er, welche Veränderungen im deutschen Buchmarkt nötig sind.

  • dpa
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