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Versandhändler in Not Neckermann muss mit weiteren Streiks rechnen

Der Arbeitskampf geht weiter: Abfindungen für die Mitarbeiter kommen für den Versandhändler Neckermann.de auch weiterhin nicht in Frage. Mitglieder der Gewerkschaft Verdi schließen daher weitere Streiks nicht aus.
10.07.2012 - 16:16 Uhr 2 Kommentare
Neckermann-Beschäftigte protestieren mit einem Streik gegen den Stellenabbau. Quelle: dapd

Neckermann-Beschäftigte protestieren mit einem Streik gegen den Stellenabbau.

(Foto: dapd)

Frankfurt Dem angeschlagenen Versandhändler Neckermann.de droht eine Verschärfung des Arbeitskampfes. „Die Geschäftsführung hält bislang an ihrer harten Linie fest, dass es aus wirtschaftlichen Gründen keine Abfindungen geben könne. Darum sind weitere Streiks nicht ausgeschlossen“, sagte Verdi-Sekretär Bernhard Schiederig am Dienstag in Frankfurt. Am Abend sollte eine Versammlung der Gewerkschaftsmitglieder in den Neckermann-Gesellschaften über das weitere Vorgehen beraten. Mit Ergebnissen ist laut Schiederig aber voraussichtlich erst an diesem Mittwoch zu rechnen.

Am Dienstag bemühten sich beide Seiten weiterhin, per Einigungsstelle einen Kompromiss für die von Entlassung bedrohten Mitarbeiter zu finden. Knackpunkt ist nach Verdi-Angaben neben dem Thema Abfindung die Frage, wie sozialverträglich der Stellenabbau zu schaffen ist. Das vom US-Finanzinvestor Sun Capital beherrschte Unternehmen will nach Plänen des Managements den Eigenhandel mit Textilien sowie das Frankfurter Zentrallager aufgeben und dafür bundesweit 1380 von gut 2400 Vollzeitstellen abbauen.

Die Verdi-Mitglieder hatten bereits im Juni in einer Urabstimmung mit breiter Zustimmung den Weg für unbefristete Streiks frei gemacht. Anfang Juli hatte ein zweitägiger Streik das Zentrallager des Versandhändlers lahmgelegt. Knapp jeder zweite Mitarbeiter in dem Unternehmen ist nach Verdi-Angaben Mitglied der Gewerkschaft.

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    • dpa
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    2 Kommentare zu "Versandhändler in Not: Neckermann muss mit weiteren Streiks rechnen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Meiner Meinung nach ist das seitens des Besitzer von Neckermann der vollkommen falsche Schritt, den Bekleidungszweig aufzugeben. Danach wird Neckermann.de nach meinem Dafürhalten nur noch ein Webshop unter vielen sein, der absolut nicht herausragt. Die derzeitigen Preisen im Nicht-Textilbereich sind auf neckermann.de wesentlich zu hoch, um da nur ansatzweise konkurrenzfähig zu sein.
      Anders gesagt, wenn da dann nicht extreme weitere Veränderungen wie wesentlich kostengünstigerer Einkauf sowie ebenfalls konkurrenzfähige Verkaufspreise folgen, wird das nix.

    • Verfolgt man die Medien bezüglich Gewerkschaften/Betriebsrat so kommen immer nur die Empfehlung: Gehaltsverzicht auf Null und Abfindungsverzicht heraus. Nie wird die Verantwortung (Vermögen) der verantwortlich verlangt bzw. gerichtlich durchgesetzt. Daraus kann man folgen: Die schlimmsten Gegner der Mitarbeiter sind die Betriebsräte und Gewerkschaften. Nie haben die Betriebsräte für die Arbeitnehmer gewirkt. Beispiel Opel. Das Vermögen der Betriebsräte explodierte.

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