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Volle Unterstützung Rheinland-Pfalz will Haribo

Rheinland-Pfalz freut sich - und Bonn hat das Nachsehen. 15 Jahre lang suchte Haribo nach einem Grundstück für seine Ausbaupläne. Nur 30 Kilometer von Bonn entfernt wurde der Süßwarenkonzern nun in Grafschaft fündig.
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Haribo macht Kinder froh und Rheinland-Pfälzer ebenso: Das Bundesland, in dem der Süßwarenhersteller einen neuen Standort bauen will, sicherte dem Konzern seine volle Unterstützung zu. Quelle: dpa

Haribo macht Kinder froh und Rheinland-Pfälzer ebenso: Das Bundesland, in dem der Süßwarenhersteller einen neuen Standort bauen will, sicherte dem Konzern seine volle Unterstützung zu.

(Foto: dpa)

GrafschaftDer Süßwarenkonzern Haribo kann bei der Ansiedlung einer neuen Produktionsstätte und der Firmenzentrale in Rheinland-Pfalz auf die volle Unterstützung der Landesregierung setzen. Die Türen der Staatskanzlei und auch des Wirtschaftsministeriums stünden immer offen, sagte die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), am Donnerstag bei der Vorstellung des Vorhabens am künftigen Standort Grafschaft (Kreis Ahrweiler). Es sei die bedeutendste Unternehmensansiedlung in Rheinland-Pfalz der vergangenen Jahrzehnte.

Der für Produktion und Technik zuständige Haribo-Geschäftsführer, Arndt Rüsges, rechnet damit, dass die Bauarbeiten auf dem 27 Hektar großen Areal im kommenden Frühjahr beginnen werden. Die Fertigstellung von Produktions- und Logistikstandort sowie der Umzug der Hauptverwaltung ist für 2017 geplant. Konzipiert sind darüber hinaus drei weitere Ausbaustufen.

Zu den genauen Investitionskosten äußerten sich die Firmenvertreter nicht. Der für Vertrieb und Marketing zuständige Geschäftsführer Felix Theato sprach von einer Summe im dreistelligen Millionenbereich. Mittelfristig werde der Firmensitz in Grafschaft sein. Der Heimatmarkt Deutschland werde mit einem sechsten Standort erweitert und gestärkt.

Seit rund 15 Jahren war Haribo auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück für seine Ausbaupläne. Es habe verschiedene Bewerber dafür gegeben, auch in Nordrhein-Westfalen, sagte Firmensprecher Marco Alfter. Was aber die Infrastruktur, die Logistik und die Größe angehe, sei außer Grafschaft kein anderer in der Lage gewesen, ein solches Areal zu bieten.

Am Stammsitz in Bonn werden laut Alfter 850 Arbeitsplätze in Produktion und Betriebsverwaltung erhalten bleiben. Mehr als 200 Mitarbeiter aus der Hauptverwaltung sollen mit ins rund 30 Kilometer entfernte Grafschaft ziehen. Zusätzlich sollen dort 300 neue Arbeitsplätze aufgebaut werden.

Haribo hat derzeit laut Alfter europaweit 15 Produktionsstandorte, davon fünf in Deutschland. Von den weltweit 6000 Mitarbeitern sind 3000 allein in Deutschland tätig.

  • dpa
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