Vor Allianz mit Siemens Alstom profitiert von guten Geschäften

Vor der Allianz mit Siemens präsentiert sich der französische Zughersteller Alstom in bester Verfassung. Im ersten Halbjahr konnten Umsatz und Gewinn deutlich zulegen. Das stärkt das Selbstbewusstsein der Franzosen.
Update: 14.11.2017 - 11:16 Uhr Kommentieren
Das französische unternehmen hatte im September eine Zug-Allianz angekündigt. Quelle: AP
Zughersteller

Das französische unternehmen hatte im September eine Zug-Allianz angekündigt.

(Foto: AP)

Paris/MünchenDer französische Bahntechnik-Konzern Alstom glänzt vor der geplanten Fusion mit der Zug-Sparte von Siemens mit einem kräftigen Gewinnzuwachs. Der Nettogewinn stieg in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017/18 (zum 31. März) um zwei Drittel auf 213 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Umsatz legte um fünf Prozent auf 3,76 Milliarden Euro zu. Der Auftragseingang brach allerdings um fast die Hälfte ein, nachdem Alstom ein Jahr zuvor von Großaufträgen profitiert hatte, unter anderem für die U-Bahnen in Dubai und Riad und Züge für den US-Eisenbahnkonzern Amtrak. Ende September lagen Orders im Volumen von 32,7 Milliarden Euro vor.

Die Geschäftszahlen trieben die Alstom-Aktie um 3,5 Prozent nach oben. Das operative Ergebnis sei besser ausgefallen als erwartet, schrieben die Analysten von Morgan Stanley. Das Augenmerk richte sich aber schon auf das Bündnis mit Siemens.

Das sind die größten Zughersteller der Welt
10. Platz: Transmashholding
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Transmashholding ist das einzige Unternehmen aus Russland – und schafft es noch so eben in die Top Ten. 2016 verzeichnete der Konzern einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro. Das Unternehmen wurde im Jahr 2002 gegründet und ist der russische Branchenprimus.

9. Platz: Stadler
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Das Schweizer Unternehmen schafft es auf den neunten Platz des Rankings. Immerhin zwei Milliarden Euro konnte das Unternehmen im Jahr 2016 umsetzen. Seit 75 Jahren baut die Firma Schienenfahrzeuge.

8. Platz: Hyundai Rotem
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Das Unternehmen aus Südkorea setzte 2016 2,1 Milliarden Euro um. Es handelt sich hierbei um eine Tochtergesellschaft der Hyundai Kia Automotive Group. Neben Schienenfahrzeugen fertigt das Unternehmen auch Panzer und Produktionsanlagen.

7. Platz: The Greenbrier Companies
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2,4 Milliarden Euro Umsatz hat The Greenbrier Companies im Jahr 2016 gemacht. Das Unternehmen mit Hauptsitz in den USA vertreibt seine Produkte hauptsächlich in Nordamerika und Europa. In dem Besitz der Firma ist eine Leasingflotte von mehr als 9.000 Triebwagen.

6. Platz: Hitachi Rail Systems
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Das zweite Unternehmen aus Asien findet sich im Mittelfeld dieses Rankings ein. Hitachi Rail Systems ist in Japan beheimatet und erzielte im vergangenen Jahr einen Erlös in Höhe von drei Milliarden Euro. Die Firma wurde im Jahr 1910 gegründet und brachte im Jahr 1924 ihre erste elektrische Lokomotive auf den Markt.

5. Platz: Trinity Rail Group and Leasing
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Auf den fünften Platz hat es die Trinity Rail Group and Leasing aus den USA geschafft. Das Unternehmen beliefert hauptsächlich Kunden in Nordamerika. Einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro hat Trinity Rail Group and Leasing zuletzt verzeichnet.

4. Platz: GE Transportation
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Erst kürzlich hat GE Transportation seine Lokomotive vorgestellt. Sie soll effizienter und langlebiger sein. Im Jahr 2016 konnte das Unternehmen aus den USA 4,3 Milliarden Euro umsetzen – und sichert sich somit Rang vier der größten Zughersteller der Welt.

Die Vorbereitungen für die Ende September vereinbarte Fusion schritten voran, sagte Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern dauerten an. Die Teams, die den Zusammenschluss umsetzen sollen, seien am Start. Siemens und Alstom wollen ihre Kräfte im Bahn-Geschäft bündeln, um dem chinesischen Weltmarktführer CRRC besser Paroli bieten zu können. Siemens soll die knappe Mehrheit an der fusionierten Gesellschaft mit dem Namen Siemens Alstom halten, die von Poupart-Lafarge geführt werden soll.

Gleichzeitig sieht sich Alstom auf Kurs zu seinen Zielen für das Jahr 2020. Der Umsatz soll aus eigener Kraft um fünf Prozent pro Jahr gesteigert werden, die bereinigte Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) sieben Prozent erreichen. In den ersten sechs Monaten 2017/18 lag sie bei 6,2 (Geschäftsjahr 2016/17: 5,6) Prozent.

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