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Vorwerk mit neuem Produkt Auf den Kobold folgt der Zwerg

Vorwerk hat das Geheimnis um sein neues Produkt gelüftet. Die Bestseller Kobold und Thermomix bekommen einen Heimwerker-Bruder namens Twercs: Vier Akkuwerkzeuge im Ladekoffer für bastelfreudige Frauen.
26.06.2015 - 15:04 Uhr Kommentieren
Der Heimwerkermarkt ist ein Milliardengeschäft. Vorwerk will mit dem Twercs vor allem die bastelfreudige Frau ansprechen.
Selbst ist die Frau

Der Heimwerkermarkt ist ein Milliardengeschäft. Vorwerk will mit dem Twercs vor allem die bastelfreudige Frau ansprechen.

Düsseldorf Auf Facebook zählt Vorwerk seit Tagen theatralisch den Countdown für seinen neuen Hoffnungsträger herunter: „Noch eine ganze Woche... dann haben wir es endlich geschafft und Twercs von Vorwerk lässt den Vorhang fallen.“ Daneben ein Foto eines weißen Vorhangs hinter dem die Ecke eines Plastikkoffers zu sehen ist.
Um das neue Produkt macht das Familienunternehmen von 1883 ein Geheimnis wie Apple um ein neues iPhone. „The next big thing“ aus Wuppertal? Bei der Einführung des neuen digitalen Modells der Küchenmaschine Thermomix („eine Revolution in der Küche“) im September hatte es dagegen keinerlei Vorankündigung gegeben. Damals erlebte Vorwerk einen Shitstorm im Netz, weil sich Kunden verschaukelt fühlten, die kurz vorher das alte Modell gekauft hatten.

Nach den Kultprodukten, der Staubsauger Kobold und der Küchenmaschine Thermomix, mit denen Vorwerk je ein Drittel seines Rekordumsatzes von 2,8 Milliarden Euro macht, soll es nun etwas Innovatives aus dem Do-it-yourself-Bereich sein. Wild spekulierten die Vorwerk-Fans im Netz: Nähmaschine? Farbe-an-die-Wand-Schmeißer? 3-D-Drucker? Sarah Sari-Steller schrieb: „Ganz gleich, was es ist! Es steht Vorwerk drauf und ich möchte es haben!“

Der unscheinbare weiß-graue Hartschalenkoffer, den Vorwerk-Chef Reiner Strecker am Freitag in einem Fabrik-Loft im Düsseldorfer Gewerbegebiet präsentiert, ähnelt einem Beauty-Case. Darin befinden sich vier handliche Heimwerkergeräte: Bohrschrauber, Heißklebepistole, Stichsäge und Tacker in den Vorwerk-Farben weiß-grün. Das Neuartige daran laut Vorwerk: Alle Akkugeräte lassen sich im geschlossenen Koffer laden, darauf hat das Unternehmen ein Patent.

Akku-Heimwerkergeräte, die sich mit dem gleichen Ladegerät nutzen lassen, sind an sich nichts Neues. Bosch Power Tools etwa hat das „Power4All-System“ für 18 Volt bereits 2010 eingeführt. Die Produkte müssten heute nützlich und einfach zu bedienen sein und Spaß machen – auch vom Design her, fasst Bereichsvorstand Henning von Boxberg den Kundengeschmack zusammen.

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    Das sind die Verkaufsschlager von Vorwerk
    Wird das die neue Wunderwaffe?
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    Vorwerk versucht für gewöhnlich, mit hochwertigen Produkten zu punkten. Jetzt hat das Unternehmen einen Werkzeugkasten an den Start gebracht, der die Geräte von Akkubohrer über Heißklebepistole bis Akkustichsäge nach der Nutzung automatisch wieder auflädt: Twercs heißt die Kombination, mit der Vorwerk die Heimarbeiter einfangen will.

    (Foto: Privat)
    Wen soll Twercs ansprechen?
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    Die Strategie, die Vorwerk mit dem neuen Produkt verfolgt, ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Von der Optik her dürfte das Set mit dem seitlichen Stromanschluss eher Frauen ansprechen, von den umfassenden Funktionen könnten vor allem erfahrene Heimwerker profitieren. Vorwerk stellt allerdings klar, dass es mit dem Set insbesondere Frauen ansprechen will. Bisher hatte Vorwerk meist den richtigen Riecher, was die Verbindung von Funktionalität, Optik und Leistungsversprechen angeht.

    Vorwerks Verkaufsschlager Nummer 1
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    Bisher ist der Thermomix das Produkt von Vorwerk, das die Massen elektrisiert. Vom digitalen Modell TM5 hat das Familienunternehmen aus Wuppertal schon mehr als drei Millionen Geräte verkauft.

    (Foto: dpa)
    Hier entsteht das Wunderkind von Vorwerk
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    Der Thermomix, hier in der Produktion in Wuppertal, soll bis zu zwölf Küchengeräte vereinen und dem Koch so ziemlich alle Aufgaben abnehmen, die man sich vorstellen kann. Damit hat Vorwerk eine große Fangemeinde aufgebaut. 2017 lag der Umsatz der Thermomixsparte bei 1,1 Milliarden Euro – ein Minus von 13 Prozent zum Vorjahr.

    (Foto: dpa)
    Die Nummer 2
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    Mit dem Kobold ist die Firma Vorwerk groß geworden. Die Saugersparte war 2014 vom Thermomix als Hauptumsatzbringer überholt worden. 2017 machte sie einen Umsatz von 792 Millionen Euro, ein Minus von 5,3 Prozent. Der Saugroboter von Kobold soll sich künftig von einer App per Smartphone steuern lassen.

    (Foto: dpa)
    Kosmetik und Teppiche
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    Vorwerk stellt nicht nur Staubsauger und den Thermomix her. Jafra Cosmetics ist vor allem in Südamerika stark. 2016 ging der Umsatz leicht auf 363 Millionen Euro zurück. Die Teppichsparte, mit der Vorwerk 1883 sein Geschäft begonnen hatte, schrumpfte ebenfalls um 17,5 Prozent auf 58 Millionen Euro.

    (Foto: dapd)
    Für DIY-Fans
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    Vorwerk glaubt an Innovationen und deren Kraft – der Verkauf des aufladbaren Werkzeugkoffers Twercs verlief jedoch zunächst schleppend.

    Zielgruppe des Twercs (Altdeutsch für „Zwerg“) ist nicht etwa der typische hemdsärmelige Heimwerker, sondern die bastelfreudige Frau. „Der Boom von Do-it-yourself-Foren wie Dawanda und unsere Marktforschung zeigen: Frauen haben ein enormes Interesse am Heimwerken und Basteln“, betont Strecker.

    Diesen Trend bestätigt der BHB-Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten: „In den vergangenen Jahren haben auch Frauen zunehmend das Thema Do-it-Yourself und Heimwerken für sich entdeckt.“ Nahezu ein Viertel aller Heimwerkerkurse in Baumärkten sind reine Frauenkurse. Umfragen zufolge werden rund die Hälfte aller Kaufentscheidungen in den Bau- und Heimwerkermärkten von Frauen getroffen.

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