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Vorwurf der sexuellen Belästigung American Apparel einigt sich mit Firmengründer

Nur in Unterhose durch die Fabrik: American Apparel-Mitarbeiter haben sich über Firmengründer Dov Charney beschwert. Jetzt sollen die Vorwürfe um den Ex-Chef aufgearbeitet werden. Die Modefirma kämpft gegen die Pleite.
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Dov Charney spricht bei einer Demonstration im May 2009. Quelle: Reuters

Dov Charney spricht bei einer Demonstration im May 2009.

(Foto: Reuters)

New York Im Streit zwischen dem US-Modehersteller American Apparel und dessen geschasstem Gründer und Chef, Dov Charney, gibt es eine Einigung. Unter Vermittlung der Investmentfirma Standard General sei vereinbart worden, dass fünf von sieben Mitgliedern des Verwaltungsrates ihren Hut nehmen, unter ihnen Charney, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Beschlossen wurde eine Untersuchung der Vorwürfe gegen Charney wegen „Fehlverhaltens und sexueller Belästigung“. Standard General schließlich versprach eine Finanzspritze in Höhe von 25 Millionen Dollar (18,3 Millionen Euro).

Charney hatte American Apparel 1989 im kanadischen Montréal gegründet und den Firmensitz später nach Los Angeles verlegt. Das einst rasant gewachsene Unternehmen fuhr in den vergangenen drei Jahren Verluste ein und kämpft inzwischen gegen die Pleite. Mitte Juni trennte sich die Firma von Charney wegen „Ermittlungen zu möglichem Fehlverhalten“. Er soll Berichten zufolge wiederholt in Unterhose durch die Fabriken gegangen sein. Mehrere Mitarbeiter beschuldigen ihn der sexuellen Belästigung.

Charney akzeptierte seinen Rauswurf zunächst nicht. In der nun getroffenen Vereinbarung verpflichtete Charney sich jedoch, die Untersuchung nicht zu beeinflussen. Zudem sagte er zu, nicht zu versuchen, sich in die Computer der Firma einzuloggen. Laut der Einigung wird Standard General drei neue Mitglieder für den Verwaltungsrat ernennen; zwei weitere sollen gemeinsam mit American Apparel ausgesucht werden. Der Aktienkurs des Modeunternehmens stieg im nachbörslichen Handel um 3,6 Prozent an.

  • afp
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