Wal-Mart Weltgrößter Einzelhändler erwägt Kauf von Jet.com

Wal-Mart will Amazon das Online-Geschäft nicht vollständig überlassen und verstärkt in diese Sparte investiert. Jetzt hat der weltgrößte Einzelhändler ein Auge auf einen Online-Einzelhändler geworfen.
Im abgelaufenen Quartal verzeichnete die Online-Sparte bei Wal-Mart das geringste Wachstum in einem Jahr. Quelle: AP
Wal-Mart investiert in Online-Geschäft

Im abgelaufenen Quartal verzeichnete die Online-Sparte bei Wal-Mart das geringste Wachstum in einem Jahr.

(Foto: AP)

BangaloreDer weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart hat einem Medienbericht zufolge ein Auge auf den Online-Konkurrenten Jet.com geworfen. Der Kaufpreis könne bei bis zu drei Milliarden Dollar liegen, meldete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Wal-Mart wollte keine Stellung nehmen und der Amazon-Konkurrent Jet.com war zunächst nicht erreichbar.

Wal-Mart hat zuletzt verstärkt ins Online-Geschäft investiert, um Amazon den Markt nicht komplett zu überlassen. Im abgelaufenen Quartal verzeichnete die Online-Sparte allerdings das geringste Wachstum in einem Jahr. Jet.com ging erst im vergangenen Juli online. Das Unternehmen bietet seinen gebührenzahlenden Mitgliedern hohe Rabatte auf Produkte an.

Wo im Sommerschlussverkauf die Schnäppchen locken
Lager räumen
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Schon 2001 ist das Rabattgesetz eigentlich gefallen und damit auch der offizielle Sommerschlussverkauf. Trotzdem nutzen immer noch viele Händler das Ende der Saison um mit hohen zusätzlichen Rabatten die Läger zu leeren: Im Durchschnitt wollen die Einzelhändler Preisnachlässe von 25 Prozent gewähren – im vergangenen Jahr war das Rabattniveau mit 24 Prozent etwas niedriger. Dies ist das Ergebnis des aktuellen „Handelsbarometers“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY. Für die Studie wurden von Ende Juni bis Anfang Juli 2016 insgesamt 120 leitende Manager führender deutscher Handelsunternehmen befragt.

Rabatte rund ums Jahr
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Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels hat den Beginn des Sommerschlussverkaufs für den 25. Juli ausgerufen. Dabei gibt es schon das ganze Jahr in vielen Branchen hohe Preisnachlässe. „Gerade im Textilsegment herrscht inzwischen fast das ganze Jahr über Ausverkauf – der Sommerschlussverkauf hat sich allerdings bei den Kunden als besonders wichtiges Datum für die Schnäppchenjagd etabliert“, beobachtet Thomas Harms, Leiter des Bereichs Consumer Products & Retail bei EY.

Kunden fordern Nachlässe
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Die Händler selber sehen offenbar kaum Möglichkeiten, sich den Rabattschlachten zu entziehen: 50 Prozent der Befragten sehen eine sehr hohe Nachfrage nach Rabattaktionen, weitere 38 Prozent eine eher hohe. In den vergangenen Jahren ist das Interesse der Kunden an Rabattaktionen nach Ansicht von 63 Prozent der Befragten gestiegen.

Umsätze steigen
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Dabei hätten die Händler die hohen Rabatte häufig gar nicht nötig. Von Januar bis Mai lagen die Umsätze preisbereinigt um 2,0 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Entsprechend zufrieden äußern sich die befragten Händler: 43 Prozent der Unternehmen bezeichnen die eigene Lage uneingeschränkt als gut, im Vorjahr lag der Anteil nur bei 36 Prozent.

Bekleidung
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Die höchsten Rabatte gibt es in der Modebranche. Lagen sie im vergangen Jahr schon im Schnitt bei 25 Prozent steigen sie in diesem Jahr auf rund 28 Prozent. Textilketten wie H&M, Zara oder Primark erzeugen durch ihre Dauertiefpreise großen Druck auf die Konkurrenz. Der Bundesverband des Textileinzelhandels erwartet deshalb, dass sich die Rabatte auf Bekleidung noch auf bis zu 70 Prozent steigern dürften.

Unterhaltungselektronik
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Bei Elektronikartikeln erwarten die Händler zum Sommerschlussverkauf nur noch durchschnittliche Rabatte von 19 Prozent, im vergangenen Jahr lagen sie noch bei 21 Prozent. Hier aber sind die Preise aber durch die starke Konkurrenz des Onlinehandels ohnehin schon massiv gefallen. Hohe Rabatte gibt es hier das ganze Jahr über.

Sportartikel
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Hohe Rabatte gibt es bei Trikots und Turnschuhen. Lagen die Nachlässe im vergangenen Jahr im Schnitt noch bei 22 Prozent, rechnen die Händler in diesem Jahr schon mit 26 Prozent. Doch auch hier gibt es die Schnäppchen nicht nur im Sommerschlussverkauf. So wurden beispielsweise die Trikots der Fußballnationalmannschaft schon vor der EM verramscht.

  • rtr
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