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Wandelanleihe Air Berlin sammelt 140 Millionen Euro ein

Air Berlin bleibt auf Sanierungskurs und braucht ein stärkeres Finanzpolster. Dafür hat die Fluggesellschaft eine Anleihe im Volumen von 140 Millionen Euro ausgeben, die in Aktien getauscht werden kann.
Update: 27.02.2013 - 16:20 Uhr Kommentieren
Mitarbeiterin der Fluggesellschaft Air Berlin am Flughafen Wien Schwechat. Die Airline will 120 Millionen Euro einsammeln. Quelle: dapd

Mitarbeiterin der Fluggesellschaft Air Berlin am Flughafen Wien Schwechat. Die Airline will 120 Millionen Euro einsammeln.

(Foto: dapd)

FrankfurtDie angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin holt sich am Kapitalmarkt frisches Geld. Das Unternehmen habe eine Wandelanleihe platziert und damit 140 Millionen Euro eingenommen, teilte Air Berlin mit. Ursprünglich waren nur 120 Millionen Euro angepeilt - wegen der großen Nachfrage sammelte die Fluggesellschaft aber 20 Millionen Euro mehr ein. Die Schuldverschreibung wirft sechs Prozent Zinsen pro Jahr ab und kann später zu einem Preis von 2,82 in Air-Berlin-Aktien umgetauscht werden kann. Zum Vergleich: Am Mittwoch notierten die im SDax gelisteten Titel bei 2,30 Euro.

Die Aktionäre zeigten sich nicht begeistert von der Ankündigung. Im frühen Handel sackte die Aktie um mehr als fünf Prozent auf 2,23 Euro ab. Später erholte der Kurs sich wieder. Laut Bloomberg kommt Air Berlin derzeit auf eine Marktkapitalisierung von 260 Millionen Euro.

Dabei hatte Deutschlands zweigrößte Airline wieder positive Nachrichten verkündet: Erstmals seit 2007 hat Air Berlin im vergangenen Jahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das ist vor allem dem harten Sparkurs und Großaktionär Etihad zu verdanken. Mit einem Darlehen und dem Kauf des Bonusprogramms der Berliner hatten die Araber der Airline finanziell unter die Arme gegriffen.

Zudem wurde im Herbst 2011 unter der Führung von Übergangschef Hartmut Mehdorn ein Schrumpfkurs eingeleitet, unrentable Routen gestrichen und die Flotte von 170 auf 155 Maschinen verkleinert. Mit dem Sparprogramm „Shape & Size“ hat die Airline nach eigenen Angaben rund 250 Millionen Euro eingespart.

Der neue Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer hatte zum Amtsantritt angekündigt, das Sanierungsprogramm „Turbine“ voranzutreiben. Im laufenden und im kommenden Jahr sollen insgesamt rund 400 Millionen Euro eingespart werden. 900 Mitarbeiter werden entlassen.. Prock-Schauer ist zuversichtlich, die Airline mit dem Sparprogramm "Turbine" wettbewerbsfähig aufzustellen und nachhaltig profitabel zu arbeiten.

Mit dem Gewinn sind die größten Probleme von Air Berlin allerdings noch nicht beseitigt: Immer noch trägt das Unternehmen einen Schuldenberg von 770,2 Millionen Euro (Vorjahr: 813 Millionen Euro) mit sich herum.

  • rtr
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