Warenhäuser Banken haben der Fusion von Karstadt und Kaufhof zugestimmt

Die Kaufhausketten Karstadt und Kaufhof stehen kurz vor dem Zusammenschluss. Die Banken haben grünes Licht für die Fusion gegeben.
Update: 06.09.2018 - 15:18 Uhr Kommentieren

Fusion von Kaufhof und Karstadt – Deal auf Kosten der Angestellten

DüsseldorfDie Fusion der beiden Warenhaus-Konzerne Kaufhof und Karstadt rückt näher. Wie das Handelsblatt aus Verhandlungskreisen erfuhr, haben die Banken der Umschuldung eines wichtigen Kaufhof-Kredits zugestimmt. Damit könnte der zweitgrößte Warenhauskonzern in Europa entstehen. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zuerst darüber berichtet.

Beide Unternehmen beschäftigen insgesamt 20.000 Mitarbeiter, 5000 Stellen dürften im künftigen Gesamtunternehmen wegfallen.

Es geht um einen Kredit über rund 1,3 Milliarden Euro, der auf den Kaufhof-Immobilien lastet. Vor drei Jahren hatte ein Bankenkonsortium unter der Führung der Landesbank Baden-Württemberg LBBW der kanadischen Kaufhof-Mutter Hudson's Bay Company (HBC) den Milliardenbetrag geliehen, um 41 Kaufhof-Immobilien zu kaufen.

Doch im Zuge der Verhandlungen über eine Fusion von Karstadt und Kaufhof musste der Kredit umgeschuldet werden, weil sich die Eigentumsverhältnisse ändern. Zudem sahen die Banken mit Sorge, dass nicht nur das Geschäft des Kaufhofs, sondern auch die Geschäfte der Kaufhof-Mutter HBC in Nordamerika nicht gut laufen.

Um den finanziellen Engpass zu beseitigen, wollte HBC seine zwei wertvollsten Immobilien in den USA und Kanada verkaufen. Da aber der eine Verkauf scheiterte und sich der andere hinzog, geriet HBC in finanzielle Schwierigkeiten. Es stand deshalb im Raum, dass das Bankenkonsortium der LBBW den Kredit in ein paar Wochen fällig stellen würde.

Diese Forderungen machten die Fusions-Verhandlungen zwischen Kaufhof und Karstadt kompliziert. Es wurde befürchtet, dass die Verschmelzung von Kaufhof und Karstadt sogar scheitern könnte. Doch die jetzt vereinbarte Umschuldung des Milliardenkredits macht den Weg für die schon vor vielen Jahren immer wieder diskutierte Deutsche Warenhaus AG frei.

Der Fusionsvertrag könnte Insidern zufolge bis zum 15. September unterzeichnet werden. Geschlossen würde der Vertrag zwischen dem Karstadt-Eigentümer und Chef der österreichischen Signa-Gruppe René Benko und der Kaufhof-Mutter Hudson's Bay Company. Weiter berichtet die „Süddeutsche Zeitung“, dass die Signa-Gruppe das gesamte Management des Gemeinschaftsunternehmens stellen soll.

Die Warenhausketten Kaufhof und Karstadt stehen aufgrund des wachsenden Online-Handels sowie durch immer mehr Einkaufszentren in den Innenstädten unter Druck. Durch den Zusammenschluss der beiden Rivalen sollen Kosten gespart werden. Außerdem entfielen teure Rabattschlachten. Kaufhof betreibt in Deutschland 96 Filialen, Karstadt rund 80.

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