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Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof und Verdi erzielen Tarifeinigung

Der Warenhauskonzern und Verdi haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. So soll nach der Fusion eine einheitliche Tarifstruktur geschaffen werden.
20.12.2019 Update: 20.12.2019 - 16:24 Uhr Kommentieren
Der Konzern und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Quelle: dpa
Karstadt und Kaufhof

Der Konzern und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Nach monatelangen Verhandlungen hat sich die Gewerkschaft Verdi mit dem Management der Kaufhausketten Karstadt und Kaufhof auf einen Tarifvertrag geeinigt. Die rund 25.600 Beschäftigten müssen zwar auf ihr Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten, erhalten aber für die nächsten fünf Jahre eine Standort- und Beschäftigungssicherung, wie Verdi am Freitag mitteilte. Die Entgelte der Karstadt-Beschäftigten würden um rund elf Prozent auf das Niveau der Kaufhof-Mitarbeiter angehoben, erläuterte der Konzern.

Ab 2021 würden die Löhne des fusionierten Unternehmens dann kontinuierlich steigen. „Durch die schnellen Fortschritte bei der Sanierung von Galeria Kaufhof und die Synergien aus der Fusion mit Karstadt werden eine schnelle Anpassung des Gehalts und künftig substanzielle Lohnsteigerungen möglich“, erklärte Galeria Karstadt Kaufhof. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

Als „Riesenerfolg“ bezeichnete Verdi-Verhandlungsführer Orhan Akman die vereinbarte Rückkehr des Konzerns in den Flächentarifvertrag ab 2025. Kaufhof war im Frühjahr 2019, Karstadt bereits 2013 aus der Tarifbindung ausgestiegen. Deshalb lagen die Löhne bei Karstadt deutlich unter denen von Kaufhof.

Teil der Einigung sei auch die Zusage des Konzerns, bis September 2020 mindestens 700 Millionen Euro zu investieren. „Verdi erwartet, dass die Geschäftsführung nun die Stärken des Warenhauses zusammenführt und die stationären und Online-Vertriebskanäle sinnvoll ausbaut und vernetzt“, erklärte Akman.

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Standort erkennen

    Kaufhof ist seit einem Jahr Teil eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem früheren Erzrivalen Karstadt. Doch der Konzern steckt weiter in den roten Zahlen. Allein Karstadt werde in diesem Jahr einen Verlust von 78 Millionen Euro schreiben, sagte Vorstandschef Stephan Fanderl dem „Handelsblatt“. Demnach dürfte sich der Verlust für das Gesamtunternehmen wohl auf einen dreistelligen Millionenbetrag summieren.

    Durch Fusionssynergien sind Fanderl zufolge bis 2022 Einsparungen von rund 380 Millionen Euro eingeplant. 130 Millionen Euro davon seien schon fürs nächste Geschäftsjahr gesichert in den Büchern. „Bis 2023 werden wir eine Umsatzrendite von zwei bis drei Prozent erreichen“, prognostizierte Fanderl. Eigner von Galeria Karstadt Kaufhof ist die österreichische Signa-Gruppe des Immobilien-Investors Rene Benko.

    Mehr: Warenhaus-Chef Stephan Fanderl: Fusion mit Kaufhof zieht Karstadt in die roten Zahlen

    • rtr
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