Warnstreiks Lufthansa streicht wegen Warnstreiks jeden zweiten Flug

Die Lufthansa streicht wegen eines Warnstreiks mehr als die Hälfte ihrer Flüge. Der Konzern hält die Protestaktion von Verdi für inakzeptabel.
Update: 09.04.2018 - 14:56 Uhr Kommentieren

Warnstreiks legen Flughäfen lahm

FrankfurtWegen des Warnstreiks von Flughafenpersonal muss die Lufthansa am Dienstag mehr als die Hälfte ihrer Flüge streichen. Aufgrund der Streiks der Gewerkschaft Verdi an vier deutschen Flughäfen entfielen mehr als 800 Flüge, davon 58 Langstreckenverbindungen, teilte die Airline am Montag mit.

Insgesamt seien 90.000 Fluggäste, auch von 58 Langstreckenverbindungen, betroffen. Die Lufthansa bietet Ersatzflüge zu einem späteren Zeitpunkt und im Inlandsverkehr den Umstieg auf die Deutsche Bahn an. Fluggäste, deren Verbindungen nicht betroffen seien, müssten mit mehr Zeit am Airport rechnen.

Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens reagierte empört auf die Warnstreik-Eskalation im öffentlichen Dienst. „Es ist vollkommen inakzeptabel, dass die Gewerkschaft diesen Konflikt auf dem Rücken unbeteiligter Fluggäste austrägt. Lufthansa ist gar nicht Partei in diesem Tarifkonflikt, dennoch sind vor allem unsere Kunden und wir von den Folgen der Auseinandersetzung betroffen“, sagte sie. Auch bei anderen Gesellschaften dürfte es Stornierungen geben.

Verdi hatte angekündigt, die Warnstreiks unter anderem auf Flughäfen auszuweiten. In Frankfurt, München, Köln und Bremen streiken Beschäftigte der Bodenverkehrsdienste und Feuerwehren. Auch in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen seien in allen Bundesländern Warnstreiks von Dienstag bis Freitag geplant. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 15. und 16. April in Potsdam angesetzt.

Für den Frankfurter Flughafen kündigte Verdi einen ganztägigen Streik am Dienstag von 5 bis 18 Uhr an. Der Betreiber Fraport warnte vor größeren Unterbrechungen und Flugstreichungen. Ein Teil der Sicherheitskontrollen werde geschlossen. Fluggäste sollten sich mit der jeweiligen Fluggesellschaft in Verbindung setzen. Auch der Münchner Airport rechnet mit erheblichen Störungen des Flugverkehrs. In Köln Bonn soll der Ausstand ab 6 Uhr sogar 24 Stunden dauern. Die Folgen seien noch nicht absehbar, erklärte der Flughafen. „Mit erheblichen Behinderungen des Flugbetriebs ist allerdings zu rechnen.“

Bundesweit werden die schon im März angelaufenen Warnstreiks bis zum Ende dieser Woche ausgeweitet. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel sollen am Dienstag unter anderem der Nahverkehr, Stadtverwaltungen, Versorgungsbetriebe und Kitas bestreikt werden. Auch in Baden-Württemberg bleiben in neun Städten Busse und Bahnen in den Depots. Kitas, Kliniken und Sparkassen sperren die Türen zu, Mülltonnen werden nicht geleert. Im Bereich des Bundes sind Job Center und Behörden wie die Rentenversicherung oder Verwaltungen von Bundeswehr und Wasserstraßen betroffen.

  • dpa
  • rtr
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