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Wassergeschäft Nestlé stößt nordamerikanische Wassersparte ab

Der US-Finanzinvestor One Rock Capital Partner kauft die Sparte für 4,3 Milliarden Dollar. Nestlé will sich stärker auf seine Premium-Marken fokussieren.
17.02.2021 Update: 17.02.2021 - 11:24 Uhr Kommentieren
Das schweizer Unternehmen will klimaneutral werden. Quelle: Reuters
Nestle

Das schweizer Unternehmen will klimaneutral werden.

(Foto: Reuters)

Vevey Der Nahrungsmittelriese Nestle treibt den Umbau des Geschäfts mit einem weiteren Milliardendeal voran. Das Schweizer Unternehmen verkauft sein nordamerikanisches Wassergeschäft für 4,3 Milliarden Dollar an den US-Finanzinvestor One Rock Capital ab, der dabei mit der auf die Konsumgüterindustrie spezialisierten Metropoulos zusammenarbeitet, wie Nestle in der Nacht auf Mittwoch mitteilte.

Die Transaktion umfasse lokale Marken wie Poland Spring oder Pure Life sowie den US-Getränkelieferservice ReadyRefresh für den Direktversand an Endverbraucher. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte Anfang des Monats bereits über die Verhandlungen berichtet.

Das Unternehmen will sein gesamtes Wasserportfolio bis 2025 klimaneutral stellen. Wasser-Anbieter waren angesichts von ökologischen Bedenken wie der Plastikmüll-Diskussion zuletzt in die Kritik geraten.

Die internationalen Premiummarken Perrier, S.Pellegrino und Acqua Panna bleiben dagegen bei Nestle. „Wir treiben die Umgestaltung unseres globalen Wassergeschäfts weiter voran und richten es auf langfristiges und profitables Wachstum aus“, erklärte Konzernchef Mark Schneider, der seit seinem Amtsantritt im Jahr 2017 Dutzende von Transaktionen vollzog.

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    So stieß Nestle schwächelnde Bereiche wie das US-Eiscremegeschäft oder das Yinlu-Geschäft mit Erdnussmilch und Reisporridge-Konserven in China ab. Im Gegenzug baute das Unternehmen aus Vevey am Genfersee die Bereiche Kaffee oder medizinische Ernähung mit Zukäufen aus. Schneider will damit das Wachstum des für Marken wie Nescafe oder KitKat bekannte Konzerns ankurbeln.

    Das nordamerikanisches Wassergeschäft erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 3,4 Milliarden Franken. Im vergangenen Jahr dürfte dieser auf rund 2,8 Milliarden Franken geschrumpft sein, weil der Außer-Haus-Konsum in der Coronakrise einbrach und der Dollar zum Franken an Wert verlor, schätzt Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy.

    Den Verkaufspreis für das Geschäft stufte er als „äußerst attraktiv“ ein. „Das Portfoliomanagement von Nestle ist nahezu tadellos“, erklärte der Analyst. Für den Zeitraum 2018 bis 2021 rechne er mit Zu- und Verkäufen im Wert von insgesamt 40 Milliarden Franken. Nestle, die auf einen Börsenwert von rund 290 Milliarden Franken kommt, legt am Donnerstag den Jahresabschluss vor.

    Mehr: Die Pandemie hat bleibende Spuren im Konsumverhalten hinterlassen. Nachhaltige Produkte liegen im Trend. Die Industrie muss nun viel investieren.

    • rtr
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