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Weihnachten und Konsumfreude Glückliche Deutsche lassen Kassen klingeln

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7,5 Millionen Pakete pro Tag bei DHL
Das sind Deutschlands beliebteste Einkaufsmeilen
Zieht nicht mehr: Westenhellweg Dortmund
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Der Dortmunder Westenhellweg, hier sieht man den dort beheimateten Einkaufstempel Thier-Galerie, verpasst dieses Jahr knapp den Einzug in die Spitzengruppe der meist frequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands. Die Immobilienberatungsfirma JLL zählt einmal jährlich eine Stunde lang die Passanten in den Einkaufsstraßen deutscher Großstädte. In Dortmund auf dem Westenhellweg flanierten am Zähltag im März 9.365 Passanten in der Stunde. Erstmals seit 2009 schafft es der Standort damit nicht in die Top Ten der meist frequentierten Einkaufsstraßen in Deutschland.

Rang 10 – Bahnhofstraße Hannover
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Vor einigen Jahren wurde die Bahnhofstraße aufgehübscht, die Stadt Hannover investierte 8,95 Millionen Euro in die neue Niki-de-Saint-Phalle-Promenade, die unter die Bahnhofstraße gelegt worden war, und weitere 3,83 Millionen in die Flaniermeile selbst. 30 neue Geschäfte und Gastrobetriebe fanden im Untergeschoss Platz, auch oben locken viele Ladenlokale. Mit Erfolg: 2015 landet die Bahnhofstraße mit knapp 10.000 Besuchern pro Stunde auf Rang 10 der beliebtesten Einkaufsstraßen in Deutschland.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpawebdpa/ picture alliance)
Rang 9 – Schadowstraße Düsseldorf
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Es ist vermutlich nicht immer so ein Gedränge wie hier zur Wiedereröffnung der C&A-Filiale. Doch mit 10.080 Passanten in einer Stunde ist die Düsseldorfer Schadowstraße ohne Frage eine der meistfrequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands. Mit 4775 Passanten in einer Stunde ist mit der Königsallee zudem eine Düsseldorfer Straße Spitzenreiter im Segment der Luxusmeilen.

(Foto: obs)
Rang 8 – Hohe Straße Köln
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Es sind tatsächlich Menschenmassen, die sich hier durch die Hohe Straße in Köln schieben. Sie ist eine der längsten Einkaufsstraßen in Deutschland und extrem beliebt. Während der einstündigen Zählung von JLL passierten 11.190 Menschen die Geschäfte. „Die Passantenfrequenzen sind nicht das alleinentscheidende Kriterium für die Expansionsentscheidungen von Handelsunternehmen“, gibt JLL-Experte Dirk Wichner zu. Doch er sagt: „Kennziffern wie die Spitzenmiete, Zentralität oder Kaufkraft erhalten auf diese Weise zusätzliche Aussagekraft.“

(Foto: picture-alliance/ dpadpa / picture alliance)
Rang 7 – Georgstraße Hannover
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Die niedersächsische Landeshauptstadt schafft es mit der Georgstraße und ihren knapp 12.525 Passanten in einer Stunde sogar zwei Mal ins Ranking. Zum Erfolg der Georgstraße dürfte auch beitragen, dass sie eine reine Flaniermeile ist: Fußgängerzonen kommen laut der Erhebung von JLL durchschnittlich auf fast doppelt so viele Passanten wie Einkaufsstraßen mit Fahrbahn.

(Foto: picture-alliance/ dpadpa / picture alliance)
Rang 6 – Neuhauser Straße München
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Auf der Neuhauser Straße locken nicht nur Luxusgeschäfte wie das Karstadt-Haus Oberpollinger, doch die Einkaufsstraße richtet sich schon an gehobenes Klientel. Das scheint bei vielen Münchenern und Touristen zu verfangen: Hier tummeln sich in einer Stunde laut JLL rund 12.945 Menschen. München ist neben Berlin übrigens auch die Stadt mit der höchsten Dichte an so genannten Hochfrequenzlagen mit jeweils über 5.000 Passanten pro Stunde. Das Bild ergibt sich aus dem Ensemble der Kaufingerstraße, der Neuhauser Straße, der Weinstraße, des Tals sowie der Sendlinger Straße.

(Foto: dpa)
Rang 5 –Spitalerstraße Hamburg
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Mindestens 13.000 Passanten in der Zählstunde waren in diesem Jahr die Eintrittskarte für einen Platz unter den Top Fünf des JLL-Rankings. Die Spitalerstraße in Hamburg schafft es mit 13.070 Personen knapp in die Führungsgruppe. Im Luxussegment landet Hamburg sogar auf Rang 2: 2.925 Menschen gingen in einer Stunde am Neuen Wall entlang.

„Die Stimmung in diesem Jahr ist gut“, bestätigt Axel Augustin, Sprecher des Bundesverbandes des Textileinzelhandels (BTE), die Erwartungen. „In den letzten drei Jahren war der Dezember unser umsatzstärkster Monat. Neben den Geschenken vor Weihnachten liegt das auch daran, dass viele Verbraucher nach Weihnachten geschenktes Geld für Kleidung ausgeben oder eben ihre Weihnachtsgutscheine einlösen.“ Davon profitieren auch Drogerien und Parfümerien, denn Kosmetika und Parfüms gehören für Verbraucher zu den Top-Weihnachtsgeschenken. „Wir sind gut in das laufende Geschäftsjahr gestartet und weiter auf Erfolgskurs. Wir gehen mit größtem Optimismus ins Weihnachtsgeschäft“, sagt Douglas-Chef Henning Kreke.

Die Buchhandelskette Thalia hat sich ebenfalls gut auf das Weihnachtsgeschäft vorbereitet. Soeben sind mit Tolino Shine 2 HD und Tolino Vision 3 HD zwei neue E-Book-Reader erschienen. Laut einer Unternehmenssprecherin setzt das Unternehmen in diesem Jahr außerdem auf eine enge Verzahnung des stationären Handels mit den Online-Angeboten – und liegt damit wohl genau richtig. Zwar kaufen die meisten Verbraucher ihre Weihnachtsgeschenke noch immer am liebsten in den Geschäften. Der Trend zum Onlineshopping ist aber nicht aufzuhalten.

Bereits im Oktober zeigte eine Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY), dass sich immer mehr Konsumenten Ideen für ihre Weihnachtsgeschenke online holen. „Die Kunden wollen sich beim Shopping nicht für einen Vertriebskanal entscheiden müssen. Man stöbert online und greift dann nach einer persönlichen Beratung im Fachgeschäft zu, oder man bummelt erst durchs Kaufhaus und lässt sich das gewünschte Produkt dann bequem vom Onlinehändler nach Hause schicken“, sagt Thomas Harms, Leiter des Bereichs Retail & Consumer Products bei EY. Laut HDE wird das Weihnachtsgeschäft im Online-Handel in diesem Jahr ein Volumen von 11,2 Milliarden Euro erreichen - und damit gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent steigen.

Davon profitieren vor allem Logistikunternehmen wie DHL. „Die Zeit vor Weihnachten ist traditionell die Zeit mit den höchsten Paketvolumen des Jahres“, sagt Unternehmenssprecherin Dunja Kuhlmann. „Im vergangenen Jahr haben wir in der Woche vor dem Heiligen Abend mehr als 7,5 Millionen Sendungen pro Tag bearbeitet.“ Um sich auf die diesjährige „Starkzeit“ vorzubereiten, stellte das Unternehmen rund 10.000 zusätzliche Aushilfskräfte ein – insbesondere im Paketbereich.

Der Handel ist also gerüstet. Für ihn kann das Weihnachtsgeschäft 2015 beginnen. Damit beim Verbraucher allerdings die richtige Weihnachtsstimmung aufkommt, müsste es wohl erst noch ein bisschen kälter werden.

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