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Weihnachtsgeschäft Aldi wächst in Großbritannien etwas langsamer – und beunruhigt Investoren

Das Weihnachtsgeschäft von Aldi ist schlechter ausgefallen als im Vorjahr. Börseninvestoren britischer Ketten sind enttäuscht – und fürchten Branchenprobleme.
06.01.2020 - 12:00 Uhr Kommentieren
Aldi: Discounter wächst in Großbritannien etwas langsamer Quelle: dpa
Aldi in London

Mittlerweile sind die Deutschen die Nummer fünf der Supermärkte auf der Insel.

(Foto: dpa)

London Seit Jahren bereitet Aldi den Managern etablierter britischer Supermärkte Sorgen. Denn während Tesco, Sainsbury´s oder Asda Marktanteile verlieren, legt Aldi zu. Allein in den vier Wochen bis zum 24. Dezember zahlten die Briten mehr als eine Milliarde Pfund (knapp 1,2 Milliarden Euro) für ihre Einkäufe bei dem deutschen Discounter.

Das waren fast acht Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, vermeldete Aldi UK stolz. Mittlerweile sind die Deutschen die Nummer fünf auf der Insel.

Besonders gut verkauften sich nach Unternehmensangaben Bier, Wein und andere alkoholische Getränke. Aber auch für deutsche Aldi-Kunden eher ungewöhnliche Produkte waren gefragt: Von den in Großbritannien zur Weihnachtszeit so beliebten „Mince Pies“ (einem süßen Küchlein mit Fruchtfüllung) verkaufte Aldi so allein 55 Millionen Stück.

Aber für Investoren an der Londoner Börse war die Mitteilung von Aldi eine böse Überraschung. Sie belastete die Aktienkurse der britischen Supermarktketten, die im Laufe der Woche ihre Ergebnisse veröffentlichen werden. Denn das Plus bei Aldi fiel geringer aus als erwartet.

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    Ein Jahr zuvor hatte das Wachstum noch zehn Prozent betragen, moniert Börsenexperte Neil Wilson von Markets.com. „Die Investoren haben sich schon auf ein nicht besonders erfreuliches Weihnachtsgeschäft bei den vier großen börsennotierten Supermarkt-Unternehmen eingestellt, aber das deutet ganz klar auf ein deutlich schlechteres Wachstum hin“, erklärt Wilson. „Wenn schon die Discounter einen Rückgang ihrer Wachstumsraten verzeichnen müssen, ist von den großen Unternehmen ähnliches zu erwarten – es ist kaum vorstellbar, dass sie von den Deutschen Marktanteile zurückerobern“. Dazu komme, dass Aldi Ende des vergangenen Jahres 47 Läden mehr gehabt habe als Anfang des Jahres.

    Aldi punktet bei den Kunden mit landeseigenen Produkten

    Aldi hatte 2019 seine seit Jahren laufende Expansion auf der Insel vorangetrieben. Aktuell gibt es 874 Aldi-Geschäfte in Großbritannien, bis 2025 sollen es 1.200 werden, bekräftigte das Unternehmen am Montag. Immer mehr Briten lassen sich von den Aldi-Angeboten locken – und vielen ist nicht bewusst, dass sie bei einem nicht-britischen Unternehmen einkaufen.

    Denn der deutsche Discounter sorgt dafür, dass die britische Herkunft vieler Produkte nicht zu übersehen ist. Außerdem können die Briten auch Dinge einkaufen, die deutschen Aldi-Kunden unbekannt sein dürften, wie etwa die weihnachtlichen Mince Pies, Schuluniformen oder Yorkshire Puddings. Und schließlich schaffte es Aldi auch, mit seinem Werbespot zu Weihnachten zu punkten.

    Für den Werbespot engagierte Aldi Popstar Robbie Williams – eigentlicher Star war aber „Kevin the Carrot“. Schon länger wirbt der Discounter mit einer Comic-Karotte namens „Kevin“ um britische Kunden. Zu Weihnachten brachte Aldi eine entsprechende Plüschfigur von Kevin in die Regale – die innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war, wie britische Medien berichteten.

    Mehr: Aldi Süd will allein bis Ende 2020 mehr als eine Milliarde Euro in Großbritannien investieren. Der Discounter sieht sich auch für einen ungeordneten Brexit gerüstet.

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