Weihnachtsgeschäft Warum es Last-Minute-Käufer dieses Mal schwer haben

In gut sechs Wochen werden wieder Uhren, Parfüms oder Smartphones vor geschmückten Tannen ausgetauscht. Für Einkäufer, die spät dran sind, hat das Weihnachtsshopping diesmal einen Haken – zugunsten der Mitarbeiter.
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Weihnachtsmuffeln bleibt in diesem Jahr weniger Zeit, um Geschenke zu kaufen. Quelle: dpa
Fünf vor zwölf

Weihnachtsmuffeln bleibt in diesem Jahr weniger Zeit, um Geschenke zu kaufen.

(Foto: dpa)

BerlinDie Tankstelle könnte es dieses Jahr noch richten, wenn an Weihnachten ein letztes Geschenk fehlt. Denn wer Präsente am liebsten auf den letzten Drücker kauft, hat es diesmal schwer. Weil Heiligabend auf einen Sonntag fällt, bleiben die meisten Geschäfte in Deutschland geschlossen. Schlechte Nachrichten also für alle, die noch schnell zum Elektromarkt oder in die Parfümerie wollten.

In manchen Bundesländern gibt es zwar Ausnahmen, dort dürfen zum Beispiel Geschäfte stundenweise öffnen, die vor allem Lebensmittel, Blumen oder Weihnachtsbäume anbieten. „Davon werden sicherlich auch einige Unternehmen Gebrauch machen“, sagt Hauptgeschäftsführer Stefan Genth vom Handelsverband Deutschland. „Aber wir gehen nicht davon aus, dass es flächendeckend eine Sonntagsöffnung geben wird.“

Denn mehrere große Supermarktketten haben bereits angekündigt, dass ihre Läden am 24. Dezember zubleiben. Die Discounter Aldi, Lidl und Norma zum Beispiel. Bei Rewe und Edeka könnte es unter Umständen anders sein: Selbstständig geführte Filialen entscheiden selbst über den Betrieb an Heiligabend. Die Gewerkschaft Verdi rief schon mal vorab zum Einkaufsverzicht auf – aus Rücksicht auf die Mitarbeiter.

Nach Einschätzung von Genth könnten auch kleinere Bäckereien die Chance nutzen und für einige Stunden aufmachen. Auch Tankstellen können öffnen. Für alle anderen Geschäfte, in denen die Menschen üblicherweise Geschenke kaufen, heißt das: Ihnen bleibt dieses Jahr weniger Zeit zum Verkaufen. Trotzdem geht der Handelsverband davon aus, dass die Menschen eine Rekordsumme beim Einzelhandel lassen.

Der Verband erwartet für November und Dezember einen Umsatz von 94,5 Milliarden Euro – das wären drei Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders der 23. Dezember werde wohl ein voller Tag in den Innenstädten, schätzt Genth. Laut einer Befragung der privaten FOM Hochschule wollen die Deutschen im Schnitt etwa 460 Euro für Geschenke ausgeben. Den Unternehmen bringen vor allem Spielzeug, Bücher, Elektronik und Schmuck vor den Festtagen viel Geld ein.

Der Verkauf über das Internet wird dabei immer wichtiger. Jeder achte Euro könnte diesmal im Weihnachtsgeschäft an einen Online-Anbieter gehen. Der Umsatz soll laut HDE-Prognose deutlich stärker zulegen als im stationären Handel. Aber auch das Netz kann nicht jedem helfen, der mit seinen Besorgungen spät dran ist. Die Deutsche Post nämlich hat nach Angaben eines Sprechers noch nicht entschieden, ob sie auch am 24. Dezember noch Pakete ausliefert.

Zehn Tipps für virenfreies Online-Shopping
Sichere Weihnachten
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Nur noch wenige Tage bis Weihnachten - doch Online-Geschenkeshopper bleiben cool. Bis wenige Stunden vor Heiligabend können Geschenke im Web bestellt werden. Trotz aller Bequemlichkeit sollten Internetnutzer aber vorsichtig sein, um sich vor Malware, Ransomware oder sonstigen Angriffen im Netz zu schützen. Der Internet Security Spezialist BullGuard gibt zehn Tipps für sicheres Geschenke-Shopping im Netz.

1. Öffentliches WLAN meiden
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WLAN-Netze, die öffentlich zugänglich sind, sollten nicht für Online-Shopping genutzt werden – das gilt nicht nur vor Weihnachten. Sie sind in der Regel unverschlüsselt, sodass praktisch jeder über dieses Netz private Daten wie Logins oder Kontoinformationen abgreifen kann.

2. Computer, Smartphone und Tablet schützen
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Sicheres Online-Shopping geht nur mit einem sicheren Computer - bestenfalls dem eigenen. Der PC, aber auch das Smartphone oder Tablet, das für die Einkäufe genutzt wird, sollte mit dem aktuellsten Viren-, Phishing- und Spamschutz ausgestattet sein. So ist gewährleistet, dass Passwörter und Kontodaten nicht ausspioniert werden. Updates des Betriebssystems und der Sicherheitssoftware sollten schnellstmöglich installiert werden, um vom neusten Schutz zu profitieren.

3. Nur bei seriösen Anbietern kaufen
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Der erste Blick auf die Website des Anbieters vermittelt bereits einen guten Eindruck von seiner Seriosität: Ist das Design übersichtlich oder werden Informationen verschleiert? Gibt es Rechtschreibfehler? Zudem ist ein Blick auf das Impressum Pflicht: Ist eine Adresse und eine Telefonnummer angegeben, über die notfalls Kontakt aufgenommen werden kann? Im Zweifel oder vor größeren Anschaffungen ist es ratsam, die Kontaktdaten und die Antwortzeit des Händlers zu testen. Darüber hinaus helfen die offiziellen Gütesiegel von TÜV Safer Shopping, Datenschutz Cert, Trusted Shops oder das EHI-Siegel.

4. Community befragen
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Um herauszufinden, ob eine Bestellung bei einem Anbieter guten Gewissens getätigt werden kann, ist eine kurze Online-Recherche ratsam: Einfach nach dem Namen des Händlers in Verbindung mit den Worten „Kritik“ oder „Kundenmeinung“ suchen und Ergebnisse prüfen. Auch ein eingehender Blick auf Empfehlungsportale ist aufschlussreich.

5. So wenige Daten wie möglich angeben
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Bei der Anmeldung in einem Online-Shop oder vor einer Bestellung werden Kunden um allerlei Informationen gebeten – von Adresse über Geburtsdatum bis hin zum Kontodaten. Käufer sollten jedoch immer nur so viele Daten von sich preisgeben, wie für die Bestellung notwendig sind. Einmal veröffentlichte Daten sind nicht nur schwer einzufangen; oft herrscht keinerlei Transparenz darüber, was mit den Informationen geschieht. Spezielle Software unterstützt Internetnutzer dabei, ihre Identität online zu schützen.

6. Kreditkarte nutzen
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Für die Bezahlung sollten Käufer wenn möglich eine Kreditkarte nutzen. Kreditkartenunternehmen unterstützen ihre Kunden mit diversen Sicherheitsmechanismen, falls Betrüger versuchen, die Kontodaten für kriminelle Zwecke zu nutzen. So wird zum Beispiel die Auszahlung an unseriöse Empfänger verhindert. In besonderen Fällen können Zahlungen sogar wieder zurückgezogen werden.

Dass einige Supermärkte am 24. Dezember nicht öffnen wollen, findet die Evangelische Kirche in Deutschland gut. „Die vielen Angestellten im Einzelhandel sollten dieselben Möglichkeiten haben wie die Mehrheit der Bevölkerung, vorweihnachtlichen Stress abfallen zu lassen, mit Familie oder Freunden zusammenzukommen und ihrer Seele etwas Gutes zu tun“, sagt ein EKD-Sprecher am Donnerstag.

Auch Berlins Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) wünscht sich, dass Supermärkte die Sonderöffnungszeiten nicht nutzen. Damit würden sie den Interessen ihrer Mitarbeiter folgen, erklärte sie. Das könne man auch als Kunde tun, indem man seine Einkäufe bis zu diesem Sonntag erledigt habe. Alle Geschenke rechtzeitig beisammenzuhaben, wünschen sich wahrscheinlich viele Menschen. Schaffen werden es sicher nicht alle. Ob der Eiskratzer von der Tanke dann noch helfen kann, wird wohl erst unter dem Christbaum entschieden.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Weihnachtsgeschäft: Warum es Last-Minute-Käufer dieses Mal schwer haben"

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  • WEIHNACHTSGESCHÄFT
    Warum es Last-Minute-Käufer dieses Mal schwer haben
    Datum:
    13.11.2017 03:09 Uhr
    In gut sechs Wochen werden wieder Uhren, Parfüms oder Smartphones vor geschmückten Tannen ausgetauscht. Für Einkäufer, die spät dran sind, hat das Weihnachtsshopping diesmal einen Haken – zugunsten der Mitarbeiter.

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    Es wird immer mehr auf SCHULDEN MACHEN GEKAUFT und solche kaufen nicht in letzte Minute ein !!!!!

    Es wird immer mehr im Internet gekauft und solche bestellen Rechtzeitig !!!

    UND IN DEN KAUFLÄDEN DA SCHAUT DAS PERSONAL IN DIE JOBCENTER OB MAN JETZT EVENTUELL SCHON EHER EINE NEUE STELLE BEKÄME oder man warten soll bis dann 2018 die erste Entlassungen wieder unterwegs sind !!!

    Gehen doch alle kaputt : Kaufhof, QUELLE, Kaufhaus, und wenn man will ist selbst OTTO VERSAND PASSE`!

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