Weißbier-Spezialist Paulaner beschert Brauereigruppe Zuwachs

Die Paulaner-Brauerei legt entgegen dem Branchentrend 2013 beim Bier-Verkauf zu. Davon profitiert die Mutter Brau Holding International. Aber auch die anderen Marken lassen sich nicht lumpen.
Update: 14.02.2014 - 14:35 Uhr Kommentieren
Ein Maß Paulaner auf dem Oktoberfest: Die Paulaner-Brauerei hat auch im vergangenen Jahr gegen den Branchentrend mehr Bier verkauft. Quelle: dpa

Ein Maß Paulaner auf dem Oktoberfest: Die Paulaner-Brauerei hat auch im vergangenen Jahr gegen den Branchentrend mehr Bier verkauft.

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MünchenDie Paulaner-Brauerei hat 2013 erneut gegen den Branchentrend mehr Bier verkauft und damit ihrer Mutter Brau Holding International (BHI) ein Absatzplus beschert. Die übrigen Marken des Gemeinschaftsunternehmens der Münchner Schörghuber-Gruppe und des niederländischen Braukonzerns Heineken legten ebenfalls zu, wie die BHI am Freitag mitteilte. Konzernweit wuchs der Absatz im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent auf 5,5 Millionen Hektoliter. Das entspricht in etwa einem Viertel des gesamten bayerischen Bierabsatzes.

Das Plus fuhr die BHI im In- und Ausland ein. Allerdings verlangsamte sich der Zuwachs wegen der anhaltend schwierigen Lage in Teilen Europas im Export deutlich. Neben Paulaner gehören unter anderem Kulmbacher, Hacker-Pschorr, Mönchshof und EKU zum Verbund.

Wo das Bier zuhause ist
Revellers drink beer from a giant glass on the second day of the San Fermin festival in Pamplona
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Platz 10 - Spanien - 32,7 Millionen Hektoliter Bierausstoß im Jahr 2013

Manchem Deutschen dürfte das spanische Bier noch aus dem Sommerurlaub bekannt sein. Obwohl der heimische Wein hervorragend ist, sind auch die Spanier dem Bier nicht abgeneigt. Die bekanntesten Marken der iberischen Halbinseln sind San Miguel, Damm und Cruzcampo. (Quelle: Barth-Haas-Group)

WM 2006 - Polnische Fans in Hannover
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Platz 9 - Polen - 39,6 Millionen Hektoliter

Nicht nur Fußballfans in Polen genießen das heimische Bier. Die polnischen Biersorten Lech, Tyskie und Zywiec sind auch in Deutschland längst keine Unbekannten mehr.

Barmaid pulls a pint in a pub in central London
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Platz 8 - Großbritannien - 42,4 Millionen Hektoliter

Auch wenn Bier aus England nicht den besten Ruf in Deutschland genießt: Die britische Insel gehört zu den führenden Biernationen. Auch wenn die berühmteste Brauerei Scottish & Newcastle schon seit 2008 in ausländischem Besitz. Besonders erfolgreich auf der britischen Insel sind die Großbrauereien Heineken, Carlsberg und Inbev.

To match story JAPAN-BEER/
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Platz 7 - Japan - 57,2 Millionen Hektoliter

Die neuste Erfindung in Japan: Frozen Bier. Ohnehin haben die Bierkreationen in Fernost nicht viel mit dem deutschen Reinheitsgebot am Hut. Beliebt sind die japanischen Biere trotzdem. Die bekanntesten japanischen Marken sind Asahi und Kirin.

A man drinks a Corona beer at a bar in Cancun
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Platz 6 - Mexiko - 82,5 Millionen Hektoliter

Der Bierausstoß des südlichen Nachbarn der USA ist zwar nur geschätzt, weil offizielle Statistiken nicht vorliegen. Doch die Schätzung katapultiert die Mexikaner locker in die Top Ten. Das mexikanische Bier Corona ist auch in Deutschland beliebt - mit Limette im Flaschenhals.

Russia May Day
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Platz 5 - Russland - 88,6 Millionen Hektoliter

"Na sdorowje" - die Russen sind für ihre Trinkfestigkeit weltberühmt. Doch das hat einen ernsten Hintergrund. In einigen Regionen Russland ist der Alkoholismus zum sozialen Problem geworden. Präsident Putin (rechts) hat eine Gegenoffensive angekündigt. Der Bierabsatz ging im vergangenen Jahr tatsächlich massiv zurück. Marktführer in Russland sind die lokalen Marken von Carlsberg mit einem Anteil von 38 Prozent.

Fruehling im Biergarten
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Platz 4 - Deutschland - 94,36 Millionen Hektoliter

"O'zapft is!" Trotz aller Tradition kommt der Bierdurst der Deutschen langsam zum erliegen. Die Brauereien klagen über sinkenden Absatz. Die Furcht vor weiteren Übernahmen wächst. Bezeichnend, dass die Billigbiermarke Oettinger seit Jahren das beliebteste Bier des Landes ist. Ebenfalls stark: Radeberger, Inbev und Bitburger.

Die mit Abstand die wichtigste Marke der BHI ist aber Paulaner, die Brauerei steht für fast 40 Prozent des gesamten Bierabsatzes. Außerhalb Bayerns und international ist sie vor allem für ihr Weißbier bekannt. Seit Jahren kann die Marke im Export deutlich zulegen.

„Die Ergebnisse 2013 bestätigen unseren Kurs. Wir entwickeln uns Jahr für Jahr positiv“, sagte Geschäftsführer Roland Tobias. Der Umsatz der Gruppe ging 2013 allerdings um etwas mehr als 2 Prozent auf 588 Millionen Euro zurück. Grund dafür seien verschiedene Sondereffekte. Über den Gewinn machte die BHI keine Angaben. Laut dem im Bundesanzeiger zugänglichen Geschäftsbericht für 2012 verdiente der Konzern im vorletzten Jahr unter dem Strich 20,6 Millionen Euro.

  • dpa
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