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Weitere Kaufoptionen Deutsche Wohnen lechzt weiter nach Übernahmen

Gerade erst hat Deutsche Wohnen rund 24.000 Wohnungen von der britischen Bank Barclays übernommen. Das reicht der Gesellschaft allerdings noch lange nicht aus. Sie hält Ausschau nach weiteren Optionen.
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Wohnungen aus dem Portfolio von Deutsche Wohnen. Quelle: PR

Wohnungen aus dem Portfolio von Deutsche Wohnen.

(Foto: PR)

FrankfurtDer Übernahmehunger von Deutsche Wohnen ist auch nach dem jüngsten Milliarden-Zukauf von Immobilien in Nord- und Ostdeutschland noch nicht gestillt. Das Unternehmen stehe in Verhandlungen über den Kauf weiterer Wohnungsportfolien, sagte Firmenchef Michael Zahn am Dienstag in einer Telefonkonferenz. In den kommenden Monaten werde der Fokus dabei allerdings eher auf kleineren Zukäufen in den Metropol-Regionen liegen.

Deutsche Wohnen hatte am Sonntagabend den Kauf von fast 24.000 Wohnungen bekanntgegeben, die überwiegend in den Großräumen Berlin, Hannover, Braunschweig und Magdeburg liegen. Der Konzern übernimmt das Paket für 1,2 Milliarden Euro von der britischen Bank Barclays. Der Bestand von Deutsche Wohnen wächst damit schlagartig um fast 50 Prozent auf 73.500 Wohnungen, womit der Konzern sein mittelfristiges Ziel von 75.000 fast erreicht hat. "Bei allem, was jetzt dazukommt, werden wir sicherlich wählerischer sein", sagte Zahn.

Nicht in dieses Beuteschema passen die zum Verkauf stehenden Wohnungen der bundeseigenen TLG Immobilien. "TLG Immobilen ist für uns nicht uns nicht interessant", betonte der Vorstandschef. Nach den 12.000 Wohnungen und gut 300 Gewerbeimmobilien dürften Branchenkreisen zufolge mehrere Immobilienfirmen und Finanzinvestoren ihre Fühler ausstrecken.

Die Übernahme der Barclays-Wohnungen seien durch Eigenmittel und Kreditzusagen der Banken voll durchfinanziert, sagte Zahn. Für den Abschluss der Transaktion (Closing), der bis Ende Juli angepeilt ist, benötige der Konzern keine Kapitalerhöhung. Ob das Unternehmen im Anschluss oder für weitere Zukäufe eine Kapitalerhöhung erwägt, ließ der Firmenchef offen. Dies hänge von der weiteren Markt- und Kursentwicklung sowie der anstehenden Diskussion mit Investoren ab.

Vierte große Übernahme am deutschen Immobilienmarkt

Der Zukauf von Deutsche Wohnen ist bereits die vierte große Übernahme am deutschen Immobilienmarkt 2012. Zuerst verkaufte die Landesbank Baden-Württemberg gut 20.000 Wohnungen für 1,4 Milliarden Euro an die Augsburger Gesellschaft Patrizia und Co-Investoren. Dann veräußerte die BayernLB ihre ostdeutsche Tochter DKB Immobilien mit rund 25.000 Wohnungen für knapp eine Milliarde inklusive Schulden an die Hamburger Immobiliengesellschaft TAG. Zuletzt übernahm der Finanzinvestor Cerberus für rund eine Milliarde Euro 22.000 Wohnungen der insolventen Gesellschaft Speymill Deutsche Immobilien.

Neben TLG steht in absehbarer Zeit auch der Verkauf der BayernLB -Tochter GBW mit knapp 33.000 Wohnungen an. Der Mehrheitseigener der Landesbank, der Freistaat Bayern, würde die Häuser am liebsten an die Kommunen verkaufen, allerdings ist unklar, ob dies wettbewerbsrechtlich zulässig ist.

Auch Deutsche-Wohnen-Chef Zahn wird Interesse an der GBW nachgesagt. Er wollte sich am Dienstag nicht dazu äußern, ob seine Firma für die Wohnungen in Süddeutschland bieten will. Bisher gebe es keinen Verkaufsprozess, betonte Zahn lediglich. "Wir werden das bewerten, wenn die Transaktion auf dem Markt ist."

  • rtr
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