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Welthauptstadt des Feuerwerks In dieser Stadt ist jeden Tag Silvester

In der chinesischen Stadt Liuyang wird mehr als die Hälfte des weltweit verkauften Feuerwerks hergestellt. Doch vor allem im heimischen Markt laufen die Geschäfte schleppend – wegen der Sache mit der Umwelt.
31.12.2015 - 14:49 Uhr
In der chinesischen Stadt wird mehr als die Hälfte des weltweit verkauften Feuerwerks hergestellt. Quelle: dpa
Feuerwerk in Liuyang

In der chinesischen Stadt wird mehr als die Hälfte des weltweit verkauften Feuerwerks hergestellt.

(Foto: dpa)

Liuyang Wer mit dem Auto am Stadtrand von Liuyang unterwegs ist, fühlt sich, als wäre jeden Tag Silvester. Immer wieder erleuchtet links und rechts der Straße buntes Feuerwerk den Abendhimmel. „Das sind Fabriken, die gerade Kundenpräsentationen machen“, sagt Li Qiong, als sie auf den Parkplatz ihrer Firma fährt. Sie ist Chefin von Far Ocean Fireworks, einer von über 1.000 Firmen, die in der „Hauptstadt des Feuerwerks“ Heuler, Böller und Raketen herstellen.

Laut Angaben der Stadtverwaltung sind in Liuyang rund 400.000 Arbeiter in Fabriken beschäftigt, die gemeinsam mehr als die Hälfte der weltweit produzierten Feuerwerks herstellen. Wie unterschiedlich dabei die Vorlieben der internationalen Kunden sind, wird im Lagerraum von Li Qiongs Fabrik deutlich. Auf Deutschland warten dort in Plastiktüten vor allem kleine Raketen und Handfeuerwerk.

Im Regal für die USA, wo nicht an Silvester, sondern am Independence Day im Juli am kräftigsten geballert wird, hat alles einen wuchtigeren und militärischen Touch: Die Verpackungen der Feuerwerks-Batterien, die einmal gezündet für mehrere Minuten Schüsse in den Himmel abgeben, sind mit Panzern, Kampfflugzeugen oder Soldaten beklebt. Das Feuerwerk für den chinesischen Markt hat zwar eine ähnliche Wucht, kommt aber – eingepackt in festlichen, roten Kisten – deutlich eleganter daher.

Die Schäden der Silvesternacht
Berliner Silvester-Feuerwerk
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Versicherungsschäden: Die Deutschen geben jedes Jahr mehr als hundert Millionen Euro für Feuerwerkskörper aus. Richtig teuer wird der Silvesterspaß aber erst, wenn Versicherungsschäden entstehen. Die Schadensbilanz beläuft sich laut Versicherungen auf 29 Millionen Euro jedes Jahr. Nicht alle Schäden werden von den Versicherern ersetzt. Wer mutwillig mit Böllern Schäden verursacht, kann nicht auf Erstattung hoffen.

(Foto: dpa)
Fire at Hotel Belvedere in Zakopane
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Brände: Die größten Schäden entstehen durch Brände. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Haus an Silvester in Flammen gerät, wird oft unterschätzt. Am Abend des Jahreswechsel kommt es zu 12.000 Bränden, schätzen Versicherungen.

(Foto: dpa)
Silvesterböller
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Kracher im Briefkasten: Der von Böllern zerfetzte Briefkasten ist ein häufiges Schadensbild am Neujahrsmorgen. Der Bund der Versicherten (BDV) empfiehlt in einem solchen Fall, die Wohngebäudeversicherung zu kontaktieren, die den Schaden dann erstattet.

(Foto: dpa)
Verkaufsstart für Silvesterfeuerwerk
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Schäden am Haus: Wird durch eine fremde Silvesterrakete ein Brandschaden verursacht, kommt die Hausratsversicherung dafür auf. Übrigens auch für Folgeschäden durch Feuer oder Löschwasser. Wenn außen am Gebäude Schäden entstanden sind, ist die Wohngebäudeversicherung zu informieren.

(Foto: dpa)
Verkauf von Feuerwerkskörpern startet
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Zündelnde Partygäste: Sollte ein Partygast einen Böller im Gebäude zünden, kommt seine Haftpflichtversicherung für eventuelle Schäden auf. Allerdings gilt auch für diesen Fall, dass die Schäden nicht absichtlich verursacht werden dürfen.

(Foto: dpa)
Silvester am Brandenburger Tor
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Alkoholisierte Gäste: Für den Fall, dass ein Gast in Sektlaune Schäden im Wohngebäude anrichtet, zahlt die Versicherung nicht. Die einzige Ausnahme ist, dass der Gast ohne sein Wissen alkoholisiert wurde.

(Foto: dpa)
Feuerwerkskörper
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Böllernde Kinder: Wenn minderjährige Kinder mit Böllern spielen und Schäden verursachen, müssen die Eltern diese begleichen. Die Versicherungen werten das als grob fahrlässig und zahlen deswegen nichts.

(Foto: dpa)

Doch ausgerechnet der heimische Markt bereitet den Herstellern in Liuyang Kopfzerbrechen. „Firmen, die nicht exportieren und nur in China verkaufen, haben massive Probleme“, sagt Li Qiong. Zwar ist es Tradition, das chinesische Neujahrsfest, das nach dem Mondkalender auf Ende Januar oder Anfang Februar fällt, mit Raketen und Böllern zu feiern. Trotzdem sind die Verkäufe rückläufig.

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    Grund sind die immer strengeren Umweltregeln in den Großstädten. Aus Angst vor Smog haben die Behörden vergangenes Jahr in einigen Städten Feuerwerke rund um das zweiwöchige Neujahrsfest komplett gestrichen. Die Hauptstadt Peking, der wichtigste Absatzmarkt für Knallkörper in China, rief die Menschen per SMS dazu auf, weniger zu böllern. Auch die zugelassenen Verkaufsstellen für Feuerwerk wurden reduziert.

    Mit „grünen Knallern“ gegen Luftverschmutzung
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