Wertpapiere als Boni-Ersatz Tückische Aktienkultur

Aktien statt Bares – solche Vergütungsprogramme für Vorstände sind derzeit zwar in Mode, können aber schnell zur Stolperfalle werden. Das zeigt auch der Fall von Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter. Ein Kommentar.
Hätte er seine Boni bar und nicht in Aktien bekommen, hätte ihm das viel Ärger erspart. Quelle: Reuters
Börsenchef Carsten Kengeter

Hätte er seine Boni bar und nicht in Aktien bekommen, hätte ihm das viel Ärger erspart.

(Foto: Reuters)

Auch das noch: Die Fusionspläne der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange waren ohnehin umstritten, jetzt bekommt Vorstandschef Carsten Kengeter auch noch Ärger mit der Staatsanwaltschaft. Sie wirft ihm Insiderhandel vor, weil er sich vor Bekanntwerden der Fusion mit eigenen Aktien eingedeckt hat. Der Konzern bestreitet den Vorwurf, für Kengeter gilt die Unschuldsvermutung. Aber festzustellen ist schon jetzt: Aktienbasierte Vergütungsprogramme für Vorstände sind derzeit zwar in Mode, können aber schnell zur Stolperfalle werden.

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