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Wettrüsten von Aldi und Lidl Deutsche Discounter so angriffslustig wie lange nicht

Aldi, Lidl und Co. setzen sich im Kampf um mehr Kundschaft mit immer günstigeren Preisen unter Druck. Lidl will hauptsächlich mit Aktionen punkten und erweitert das Sortiment um Spielwaren.
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Im Kampf um Kunden setzen Deutschlands Discounter auf immer günstigere Preise. Quelle: dpa

Im Kampf um Kunden setzen Deutschlands Discounter auf immer günstigere Preise.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDeutschlands Discounter zeigen sich in diesem Jahr angriffslustig wie lange nicht mehr. Marktführer Aldi schockte in den vergangenen Monaten die Wettbewerber teilweise im Wochentakt mit Preissenkungen. Konkurrent Lidl griff unter anderem den Weinhandel und den Spielwaren-Fachhandel mit großen Marketingaktionen frontal an.

Das Fachblatt „Lebensmittel Zeitung“ spricht angesichts der aggressiven Attacken bereits von einem „Wettrüsten von Aldi und Lidl“. Und ein Ende ist - zur Freude der Verbraucher - nicht in Sicht.

Egal ob Fruchtsäfte, Milchprodukte oder Wurstwaren: Es gibt kaum ein Produkt bei dem Aldi in diesem Jahr nicht den Rotstift angesetzt hat. Wie die „Lebensmittel Zeitung“ unter Berufung auf den Wirtschaftsinformationsdienst Preiszeiger berichtete, verbilligte der Discounter in den ersten zehn Monaten dieses Jahre mehr als ein Viertel seines Sortiments.

Zwar gab es auch Preiserhöhungen, doch war deren Zahl deutlich niedriger als die der Rotstiftaktionen.

„Letztlich muss sich Aldi seinen nach wie vor guten Ruf immer wieder durch neue Preissenkungen erkaufen“, erklärt Handelsexperte Matthias Queck vom Marktinformationsdienst Planet Retail die Strategie des Marktführers. Und der Rückgang vieler Rohstoffpreise gebe dem Discounter dafür den nötigen Spielraum.

Allerdings zogen die Konkurrenten bei den Aldi-Preissenkungen in den vergangenen Monaten in der Regel rasch nach, um sich keine Blöße zu geben. „Wegen des harten Preiswettbewerbs verdienen selbst die Discounter bei vielen Eckprodukten nicht viel Geld“, meint Queck.

Dafür seien aber die Preise für Randprodukte und saisonale Angebote nach oben gegangen. Da werde dann versucht etwa mit Raclette-Käse im Winter und Erfrischungsstäbchen im Sommer wieder hereinzuholen, was im Preiskampf anderorts verloren ging.

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