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Whitbread Coca-Cola kauft die britische Kette Costa Coffee für 4,3 Milliarden Euro

Die britische Restaurant- und Hotelkette Whitbread verkauft die Kaffeehauskette Costa an den US-Getränkekonzern Coca Cola.
Update: 31.08.2018 - 10:59 Uhr Kommentieren
Coca-Cola kauft die britische Kaffeehaus-Kette Costa Coffee Quelle: Reuters
Costa Coffee

Die britische Kaffeehauskette ist Marktführer in Großbritannien.

(Foto: Reuters)

Der amerikanische Getränkekonzern Coca-Cola übernimmt die britische Kaffeehaus-Kette. Der Konzern zahlt dem bisherigen Eigentümer Whitbread für die Costa Limited 3,9 Milliarden Pfund (umgerechnet 4,3 Milliarden Euro), wie Coca-Cola am Freitag in Atlanta mitteilte. Das Führungsgremium habe dem Verkauf einstimmig zugestimmt.

Whitbread hatte die Kaffeehauskette 1995 für 19 Millionen Pfund übernommen. Die Kette mit den drei Kaffeebohnen im Logo ist weltweit die Nummer zwei nach Starbucks und in Großbritannien Marktführer. Zu Coca-Cola gehört bereits unter anderem die Kaffeemarke Georgia. Mit dem Zukauf sichert sich der Softdrink-Produzent nach eigenen Angaben nun eine breite Basis im Kaffeegeschäft in Europa, Asien Pazifik, dem Nahen Osten und Afrika inklusive der Möglichkeit, weiter zu expandieren. Zur Marke Costa gehört auch die gleichnamige Kaffeehauskette mit knapp 4000 Filialen.

Analysten sehen den geplanten Deal positiv. Der Kaufpreis von 3,9 Milliarden Pfund liege deutlich über den Markterwartungen, schrieb der Analyst Jarrod Castle von der Schweizer Großbank UBS. Die UBS hatte Costa als Teil der Whitbread-Gruppe bisher mit 2,7 Milliarden Pfund bewertet. Der Ebit-Multiplikator bei dem Deal betrage 16, statt der 11,5 in der bisherigen UBS-Bewertung.

Damit wird Costa auch höher bewertet als der Konkurrent Starbucks: Dessen aktueller Ebit-Multiplikator liegt bei 13. „Wir glauben nicht, dass Costa bei einer Abspaltung so hoch gehandelt worden wäre“, schreibt Castle. „Wir erwarten, dass der Markt die Ankündigung sehr positiv aufnehmen wird“.

Noch vor vier Monaten hatte der Mutterkonzern von Costa Coffee, Whitbread, eine Abspaltung der Kaffeehaus-Sparte in Aussicht gestellt. Whitbread-Chefin Alison Brittain erklärte damals, dass Costa Coffee schon bald allein bestehen und langfristig großes Potenzial auf dem internationalen Markt habe.

Den Verkauf der Kaffeehauskette an Coca-Cola bezeichnete sie gegenüber der BBC als „Win-win“-Situation für alle Parteien. Der Mutterkonzern selbst würde sich jetzt auf sein Hotel-Geschäft in Großbritannien und Deutschland konzentrieren. Das Geld aus dem Verkauf verwenden, diene dem Schuldenabbau.

Coca-Cola erhofft sich mit dem Kauf von Costa Coffee den Zugang zu einem neuen Markt. „Heißgetränke sind eines der wenigen verbleibenden Segmente in der gesamten Getränkelandschaft, in denen Coca-Cola keine globale Marke hat“, sagte James Quincey, Chief Executive Officer von Coca-Cola, zur Übernahme.

Mit Material von dpa, Reuters und Bloomberg.

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