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Wiesenhof-Tochter Putenschlachthof nimmt nach Corona-Quarantäne Betrieb wieder auf

Nach zwei Wochen öffnet Geestland Putenspezialitäten wieder schrittweise. Die Lüftung wurde verändert, besondere Vorgaben der Behörden gab es aber nicht.
11.07.2020 Update: 12.07.2020 - 11:24 Uhr Kommentieren
Nach Corona-Infektionen unter den Beschäftigten war der Geflügelschlachthof in Wildeshausen zwei Wochen außer Betrieb. Quelle: ddp images/Revierfoto
Geestland Putenspezialitäten

Nach Corona-Infektionen unter den Beschäftigten war der Geflügelschlachthof in Wildeshausen zwei Wochen außer Betrieb.

(Foto: ddp images/Revierfoto)

Düsseldorf Am 26. Juni hatten die Behörden die Beschäftigten der Wiesenhof-Tochter Geestland Putenspezialitäten (GPS) in Wildeshausen in zweiwöchige Quarantäne geschickt. 46 von 1115 Mitarbeitern waren damals mit Corona infiziert. Dort sind auch viele Werkverträgler beschäftigt. Der Schlacht- und Zerlegebetrieb, der zu Deutschlands größtem Geflügelschlachter PHW gehört, hatte daraufhin den Betrieb eingestellt.

Am Freitag nun hat das Gesundheitsamt von der kompletten Belegschaft von GPS erneut Abstriche genommen, teilte ein Sprecher des Kreises Oldenburg auf Anfrage mit. Von 949 vorliegenden Testergebnissen waren 15 positiv, drei davon neu infiziert. Für diese 15 Schlachthof-Beschäftigten verlängert sich die Quarantäne um weitere 14 Tage.

„Alle Beschäftigten, die nach der 14-tägigen Quarantäne negativ auf das Corona-Virus getestet werden, dürfen wieder im Betrieb arbeiten“, hieß es vom Putenschlachter auf Anfrage. Voraussichtlich ab Samstag werde sukzessive wieder hochgefahren, sodass im Laufe der kommenden Woche wieder im Betrieb gearbeitet werde.

Mit Geestland Putenspezialitäten war ein wichtiger Schlacht- und Zerlegebetrieb für Puten ausgefallen. In Wildeshausen werden etwa 35.000 Tiere täglich im Jahresschnitt geschlachtet. Da die PHW-Gruppe über keinen anderen Schlacht- und Zerlegebetrieb für Puten im Inland verfügt, hatte der Geflügelschlachter bereits vor drohenden „Tierschutzproblematiken in den Aufzuchtbetrieben“ gewarnt. Denn die Lieferkette von Puten ist noch enger getaktet als die von Schweinen. Vorübergehend hatten andere Schlachthöfe ausgeholfen.

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    Der Putenschlachter hat sein Hygienekonzept nun nochmals verschärft – in Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Das Unternehmen will zudem weiterhin risikobasierte Tests vornehmen. „Darüber hinaus haben wir unser Lüftungskonzept nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen überarbeitet und verschiedene Maßnahmen vorgenommen, um die Luft so weit wie möglich keimfrei zu halten“, sagte Norbert Deeken, Geschäftsführer der Geestland Putenspezialitäten, dem Handelsblatt.

    Umluftanlage bereits bei Tönnies unter Verdacht

    Die Lüftungsanlage sei zwischenzeitlich geändert worden, bestätigte das zuständige Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg. Besondere Vorgaben der Behörde zur Be- und Entlüftung aufgrund der Pandemie gebe es bislang aber nicht. Was konkret verändert wurde, wollte das Amt nicht mitteilen. Bei dieser Frage gehe es um den Arbeitsschutz und betriebsinterne Verhältnisse, sodass keine weiteren Details möglich seien.

    Beim Schweineschlachter Tönnies, dessen Betrieb wegen rund 1500 Corona-Infizierten in der Belegschaft seit Mitte Juni behördlich stillgelegt ist, haben Hygieneexperten eine Kühl- und Umluftanlage in Verdacht, die massenhafte Verbreitung des Virus begünstigt zu haben. Tönnies muss deshalb seine Filtertechnik umstellen.

    Mehr: Tönnies und Subunternehmen wollen Entschädigung vom Land NRW.

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