Wilder Streik bei Tuifly „Die Mitarbeiter fühlten sich vor den Kopf gestoßen“

Blindflug im Aufsichtsrat: Der Arbeitsrechtler Jörn Kuhn gibt dem Chefkontrolleur von Tuifly die Schuld an den Flugausfällen. Im Interview kritisiert er aber auch Gewerkschaft und Betriebsrat der Airline.
„Der Aufsichtsratsvorsitzende hat sich verzockt.“ Quelle: dpa
Tuifly-Maschine am Flughafen Hannover

„Der Aufsichtsratsvorsitzende hat sich verzockt.“

(Foto: dpa)

Jörn Kuhn ist Arbeitsrechts-Partner bei der Kanzlei Oppenhoff & Partner. Er berät seit vielen Jahren Unternehmen in Fragen des kollektiven Arbeitsrechts.

Herr Kuhn, bei Tuifly gab es eine Welle von Krankmeldungen, wegen fehlender Crews mussten am Freitag alle 108 Flüge gestrichen werden. Hat es solche Fälle kollektiver Krankmeldungen schon einmal gegeben?

In der massiven Art und Weise hat es einen solchen Fall meines Wissens noch nicht gegeben. Tuifly musste ja aufgrund der Krankmeldungen quasi den Betrieb komplett einstellen – und das ausgerechnet während der Zeit der Herbstferien vieler Bundesländern, in denen das Unternehmen Hochkonjunktur hat.

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