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YFood nach Höhle der Löwen Frisches Geld für die Mahlzeit aus der Flasche

In der Höhle der Löwen überzeugten die YFood-Gründer den Investor Frank Thelen. Nun suchen sie noch mehr Geld für die internationale Expansion.
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Die Mahlzeit aus der Flasche soll zum Geschäft werden.
YFood-Gründer Noel_Bollmann und Benjamin_Kremer

Die Mahlzeit aus der Flasche soll zum Geschäft werden.

München Es war bereits Ende Januar, als sich Noel Bollmann, 25, und Benjamin Kremer, 29, in die „Höhle der Löwen“ wagten. Aus der Gründer-Show des TV-Senders Vox kamen die Chefs des Start-ups YFood mit 200.000 Euro nach Hause. Drei der Juroren sagten ihnen Geld zu, am Ende entschieden sie sich für Frank Thelen. Der Investor zeigte sich von der Mahlzeit aus der Flasche überzeugt und übernahm 20 Prozent der Anteile.

Zu sehen war die zu Jahresbeginn aufgezeichnete Folge allerdings erst an diesem Dienstagabend. Für die beiden Jungunternehmer kein Problem. Einerseits, weil sie das Geld eh schon lange überwiesen bekamen. Andererseits sei YFood im Januar lediglich online verfügbar gewesen, inzwischen aber in 5.000 Supermärkten zu kaufen. „Daher kommt die Ausstrahlung zum richtigen Zeitpunkt“, meint Gründer Bollmann.

Aus ihrer Abneigung gegen Junkfood haben die zwei Münchener ein Geschäftsmodell gemacht: Mit YFood bieten die ehemaligen Investmentbanker eine komplette und ihrer Ansicht nach auch gesunde Mahlzeit aus der Flasche an. Das Getränk besteht aus fettarmer Milch, Ölen, Kokosnuss und anderen natürlichen Bestandteilen. Zielgruppe sind Angestellte im Dauerstress, Leute der Generation „Y“, also zwischen 18 und 35 Jahren.

Ganz neu ist die Idee mit der Mahlzeit aus der Flasche nicht, in den USA sorgt vor allem das Start-up „Soylent“ für Furore. Im vergangenen Jahr haben Investoren 50 Millionen Dollar in die Firma gesteckt. Doch der Drink enthält genmodifizierte Zutaten, für viele Europäer inakzeptabel. Zudem basiere „Soylent“ auf Soja und sei nicht für den Geschmack hierzulande gemacht, finden Kremer und Bollmann.

Der Markt ist auch in Europa umkämpft. Dutzende Firmen kämpfen um die Kunden, etwa Mana aus Tschechien und Saturo aus Wien, oder die deutschen Anbieter Bertrand und Trinkkost.  

Seit dem Spätsommer 2017 vertreiben die zwei Gründer von YFood die Flüssignahrung, zunächst übers Internet, mittlerweile auch bei Rewe, Kaufland, Müller oder Billa. Das Geschäft wächst eigenen Angaben zufolge rasant, von einem Umsatz von 10.000 Euro pro Monat vor Jahresfrist auf inzwischen mehr als 700.000 Euro. Auf Jahressicht kämen sie bald auf zehn Millionen Euro.

Sie möchten weiter expandieren, über den deutschsprachigen Raum hinaus, auch neue Produkte sollen her, Riegel etwa und Pulver. Dazu brauchen sie weitere Mittel. Ziel sei es, bis Jahresende zwischen fünf und zehn Millionen Euro bei Risikokapitalgebern einzusammeln.

Seit sie in der Höhle der Löwen waren, haben die sportlich-schlanken Gründer auch das nötige Personal angeheuert, um zu wachsen. Aus dem Zwei-Mann-Betrieb vom Jahresanfang ist inzwischen eine kleine Firma mit 20 Mitarbeitern geworden.

Eine Kantine freilich wird es vermutlich auch dann nicht geben, wenn der Aufschwung in dem Tempo anhält. Schließlich reicht auch eine Flasche YFood zu Mittag.

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