Zara-Mutter Inditex mit Milliardengewinn Neue Frühjahrskollektion kommt an

Der weltgrößte Modehändler Inditex schlägt sich besser als H&M. Die Spanier bauen ihr Online-Geschäft aus, eröffnen weitere Filialen und stellen mehr Mitarbeiter ein. Auch der schwache Euro lässt den Gewinn steigen.
,Inditex steigert mit Marken, wie Zara, Massimo Dutti und Bershka, Umsatz wie Gewinn. Quelle: Reuters
Zara-Filiale in Barcelona

,Inditex steigert mit Marken, wie Zara, Massimo Dutti und Bershka, Umsatz wie Gewinn.

(Foto: Reuters)

ArteixoDie Frühjahrskollektion der Modekette Zara kommt bei den Kunden an. In den ersten fünf Wochen des Anfang Februar gestarteten neuen Geschäftsjahres setzte der Mutterkonzern Inditex 15 Prozent mehr um, wie der Weltmarktführer am Mittwoch bekanntgab.

Damit schlagen sich die Spanier besser als der schwedische Konkurrent Hennes & Mauritz, der wegen des ungewöhnlich warmen Winters auf dicken Pullovern und Jacken sitzen blieb. Inditex steigerte auch mit Marken wie Massimo Dutti und Bershka hingegen im Ende Januar abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn um jeweils 15 Prozent auf 21 beziehungsweise 2,9 Milliarden Euro.

Das sind Europas größte Modekonzerne
Platz 10: Calzedonia
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Die Fachzeitschrift „TextilWirtschaft“ untersucht jedes Jahr die Umsätze der größten europäischen Bekleidungshersteller. Die Analyse zeigt: Der Markt steht vor großen Herausforderungen. Zwar konnten die meisten Konzerne wie zum Beispiel Calzedonia wachsen, doch die Krise in Russland und der Ukraine dürfte sich früher oder später in den Bilanzen niederschlagen.

Umsatz 2013: 1,60 Milliarden Euro
Umsatz 2014: 1,85 Milliarden Euro
Veränderung: + 15,4 Prozent

Platz 9: Giorgio Armani
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1975 gründete Georgio Armani das Modelabel Armani. Mittlerweile gehört der Konzern zu den Größten der Modebranche. Für Armani arbeiten rund 6500 Menschen. Neben Kleidungsstücken vertreibt Armani außerdem Home-Artikel und Parfüms. Seit 2002 verkauft der Konzern auch Konfiserie-Artikel sowie verschiedene Honig- und Marmeladensorten. Acht Jahre später entstand im Burj Khalifa in Dubai das erste Hotel im Armani-Stil.

Umsatz 2013: 1,75 Milliarden Euro
Umsatz 2014: 2,00 Milliarden Euro
Veränderung: + 14,2 Prozent

Platz 8: Esprit
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Ehemals etablierte Marken sind zu teuren Restrukturierungen gezwungen. So muss sich Esprit auf die Ansprüche der Kunden im digitalen Zeitalter einstellen, heißt es in der Studie von „TextilWirtschaft“. Auch Gerry Weber ist davon betroffen. Darüber hinaus leiden die Modekonzerne auch unter dem starken Dollar, der die Beschaffung verteuert. Esprit trifft es besonders hart. Bei keinem anderen Modekonzern in den Top-20 ist der Umsatz derart stark geschmolzen.

Umsatz 2013: 2,35 Milliarden Euro*
Umsatz 2014: 2,10 Milliarden Euro**
Veränderung: - 10,7 Prozent

*Geschäftsjahr 2013/14
**Geschäftsjahr 2014/2015

Platz 7: Kering
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Das französisch-italienische Modeunternehmen Kering dürften nur den Wenigsten bekannt sein. Doch mit Labels wie Puma oder Gucci erreicht der Konzern ansehnlich Umsätze. 2014 konnte Kering seinen Umsatz um knapp zwölf Prozent erhöhen.

Umsatz 2013: 2,13 Milliarden Euro
Umsatz 2014: 2,38 Milliarden Euro
Veränderung: + 11,6 Prozent

Platz 6: Hugo Boss
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damDie Edelmarke Hugo Boss ist das zweitgrößte Modeunternehmen Deutschlands. Gegründet wurde es 1924 in Metzingen durch Hugo Ferdinand Boss. Ursprünglich stellte Hugo Boss Berufskleidung her. Unrühmlich ist die Vergangenheit des Konzerns. Im Zweiten Weltkrieg stellte der Konzern die Uniformen für SA, SS und die Wehrmacht her. Dafür wurden unter anderem Zwangsarbeiter aus West- und Osteuropa eingesetzt. Erst nach dem Krieg und dem Tod des Gründers 1948 wurde Hugo Boss zum Modekonzern. Unter der Leitung von Hugo Ferdinand Boss' Schwiegersohn Eugen Holy begann das Unternehmen damit, Herrenanzüge herzustellen.

Umsatz 2013: 2,43 Milliarden Euro
Umsatz 2014: 2,57 Milliarden Euro
Veränderung: + 5,8 Prozent

Platz 5: Tommy Hilfiger
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Modedesigner Tommy Hilfiger rief 1984 in New York sein eigenes Modelabel ins Leben. Dass der Konzern im Ranking europäischer Modekonzerne gelistet ist, hat er seinem Firmensitz zu verdanken. Tommy Hilfiger sitzt seit 1997 in Amsterdam. 13 Jahre später wurde das Unternehmen durch den US-Konzern Phillips-Van Heusen übernommen.

Umsatz 2013: 2,56 Milliarden Euro*
Umsatz 2014: 2,70 Milliarden Euro*
Veränderung: + 5,3 Prozent

*Geschäftsjahr 2013/14
**Geschäftsjahr 2014/15

Platz 4: Christian Dior
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Direkt nach dem Krieg gegründet, trug Christian Dior maßgeblich dazu bei, dass sich Paris als Modehauptstadt der Welt etablieren konnte. Insgesamt beschäftigt das Unternehmenskonglomerat über 100.000 Mitarbeiter. Für die Modesparte von Dior arbeiten knapp 3600 Menschen.

Umsatz 2013: 2,26 Milliarden Euro
Umsatz 2014: 2,70 Milliarden Euro
Veränderung: + 19,6 Prozent

Wie die gesamte Industrie setzt auch Inditex zunehmend auf den Online-Handel und will deshalb den Ausbau seines Filialnetzes in den kommenden Jahren etwas langsamer angehen. Bei Neueröffnungen wollen sich die Spanier künftig auf erstklassige Standorte konzentrieren. Im vergangenen Jahr eröffnete der Konzern 330 neue Läden und ist nun in 88 Ländern mit mehr als 7000 Filialen vertreten. Der letzte Shop machte in Honolulu auf Hawaii auf. In Asien baute das Unternehmen vor allem sein Online-Geschäft weiter aus.

Im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres schuf Inditex nach eigenen Angaben mehr als 15.800 neue Jobs, davon alleine 4120 in Spanien, das sich langsam von der Wirtschaftskrise erholt. Weil die Spanier im Gegensatz zu Hauptkonkurrent H&M mehr Kleidung in Europa fertigen, profitieren sie vom schwachen Euro und können schneller auf Kundenwünsche reagieren. Die Schweden kaufen dagegen den größten Teil der Kleidung in Asien ein.

  • rtr
  • afp
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