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Zigarettenproduzent Marlboro-Konzern Philip Morris und Altria in Fusionsgesprächen

Philip Morris war bis 2008 Teil der Altria Group. Jetzt könnten sich beide wieder vereinen – und hätten gemeinsam 200 Milliarden Dollar Börsenwert.
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Der Konzern steht in Fusionsgesprächen mit der Altria Group. Quelle: AFP
Philip Morris

Der Konzern steht in Fusionsgesprächen mit der Altria Group.

(Foto: AFP)

New York, Düsseldorf Der Tabakkonzern Philip Morris International ist in Fusionsgesprächen mit der Altria Group. Das gab der weltweit größte privatwirtschaftliche Hersteller von Tabakprodukten am Dienstag bekannt.

Sollten die Verhandlungen erfolgreich sein, wäre das eine Wiedervereinigung der beiden Konzerne – mehr als zehn Jahre, nachdem sich beide Firmen trennten. Altria blieb dabei weitestgehend im amerikanischen Markt präsent und verkaufte dort die Zigaretten etwa von Marlboro, Philip Morris und Chesterfield. Philip Morris International übernahm den weltweiten Verkauf dieser Marken.

Philip Morris erklärte am Dienstag, dass bisher keine formelle Einigung erzielt wurde und jede Transaktion der Zustimmung des Verwaltungsrats, der Aktionäre und der Aufsichtsbehörden unterliege. Einige Analysten und Investoren hatten jahrelang für eine Widervereinigung plädiert, um Philip Morris mehr Aufmerksamkeit in den USA zu verschaffen.
Ein Zusammenschluss hätte gewaltige Dimensionen: Philip Morris hatte zuletzt einen Börsenwert von rund 121 Milliarden Dollar, Altria brachte es auf gut 97 Milliarden. An der Börse sorgte die Nachricht für starke Kursbewegungen: Während die Aktien von Philip Morris mit Verlusten reagierten und zuletzt gut vier Prozent im Minus notierten, legten die Papiere von Altria um mehr als zehn Prozent zu.

Zuletzt hatten beide Unternehmen vor allem in westlichen Ländern unter einer sinkenden Nachfrage gelitten. Die Erwachsenen rauchen dort weniger, die Jüngeren greifen immer öfter zu den elektronischen „Vape“-Zigaretten. Aus diesem Grund hatte Altria im vergangenen Jahr 12,8 Milliarden Dollar für 35 Prozent an der Firma Juul Labs investiert. Juul ist in den USA führend unter den E-Zigaretten.

Auch Philip Morris International ist bei E-Zigaretten aktiv und hat mit Iqos und Solaris zwei eigene Marken im Portfolio. Iqos gibt es bereits in 48 Ländern, während Solaris bisher nur in Spanien und Israel auf dem Markt ist.

Altria besitzt mit Ste. Michelle Wine Estates eine Weinmarke, die über verschiedene Weingüter verfügt. Außerdem hält das Unternehmen Anteile an dem weltgrößten Brauerei-Konzern Anheuser-Busch Inbev und hat zuletzt angekündigt, sich an dem Cannabis-Hersteller Cronos Group zu beteiligen.

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