Zusatzgebühren der US-Airlines 100 Dollar für das Handgepäck

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett ist viel mit dem Flieger unterwegs. Geld zu verschenken hat er nicht und reist deshalb meist nur mit Handgepäck. Doch der Raffgier der US-Airlines kann er nicht entkommen.
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Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett: Die Zurückhaltung der US-Airlines ist längst Raffgier gewichen. Quelle: Pablo Castagnola

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett: Die Zurückhaltung der US-Airlines ist längst Raffgier gewichen.

(Foto: Pablo Castagnola)

San FranciscoIch bin zum Pack-Profi aufgestiegen. Zumindest dann, wenn ich innerhalb der USA unterwegs bin. Dann muss das Handgepäck ausreichen. Jedenfalls, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, einen Koffer mitzunehmen.

Das sorgt nicht nur für eine angenehme Anreise zum Flughafen, es spart auch jede Menge bares Geld. Nur noch eine Handvoll US-Fluggesellschaften, darunter Southwest Airlines, der Shootingstar unter den Billigfliegern, kann der Versuchung widerstehen, schon für den ersten aufgegebenen Koffer die Hand aufzuhalten.

Kassierten die Damen an den Check-Ins erstmals 2007 verschämt um die fünf Dollar für die Beförderung eines Koffers, ist die Zurückhaltung längst Raffgier gewichen. Da wird dann mal großzügig gerundet, 25 Dollar für den ersten Koffer in der Holzklasse, jeweils für Hin- und Rückflug, das ist schon fast ein Schnäppchen. Vielflieger bekommen manchmal Rabatt.

Besonders dreist zeigt sich die Fluggesellschaft Spirit: Damit Sparpacker wie ich nicht ungeschoren davon kommen, wird auch das Handgepäck mit 25 bis 50 Dollar Gebühr bei einer Online-Buchung belegt. Wer es bei der Buchung vergisst oder von einer anderen Airline umsteigt und am Gate steht, darf – Achtung, festhalten! – 100 Dollar für seine Minitasche hinblättern. Bei Frontier denkt man genau so. Wer in die gelegte Falle am Gate gestolpert ist, zahlt 100 Dollar für das Handgepäck. Man hätte ja auch das Kleingedruckte lesen können und Umsteiger von anderen Gesellschaften verdienen eh keine Gnade.

Da ist es schon fast ein Schnäppchen, wenn man sich am Gate den Boardingpass von einem Spirit-Agenten ausdrucken lässt: Der Ausdruck kostet nur zehn Dollar. Spirit wird schon mal nicht meine Lieblings-Airline. Bei Alaska Air werden zusätzliche 15 Dollar aufgeschlagen, wenn man sich erdreistet, per Telefon ein Ticket zu ordern.

Gnadenlos in die Reihe hinter den Toiletten gezwängt
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4 Kommentare zu "Zusatzgebühren der US-Airlines: 100 Dollar für das Handgepäck"

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  • Das Beste, was man machen kann ist, sich vorher gut zu informieren. Ich buche nur bei Airlines, die keine Gebühren bis zum zweiten Koffer nehmen. Oft ist dann sogar das zuvor vermeintlich "teurere" Angebot das billigere.

  • das ist es eben; wenn niemand mal NEIN sagt, ändert sich nie etwas; egal in welchem Bereich.

  • @ black:

    als Rentner oder Tourist könnte man Ihren "Rat" evtl. beherzigen.
    .
    Für international tätige Geschäftsleute dürfte Ihr Rat substanzlos sein.

  • bleiben Sie doch einfach zu Hause; wer fährt schon in die mit Idotie vollgepackte USA ?

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