20 Städte noch im Rennen

Diese Karte hat Amazon am Donnerstag veröffentlicht – das Rennen um die zweite Konzernzentrale „hq2“ geht damit in die zweite Runde.

(Foto: PR)

Zweiter Standort gesucht Diese Städte dürfen auf das Amazon-Hauptquartier hoffen

Zwischen US-Großstädten läuft ein Wettstreit um bis zu 50.000 Arbeitsplätze einer zweiten Amazon-Konzernzentrale. Das Unternehmen hat jetzt die Liste der 20 Top-Kandidaten veröffentlicht.
Update: 18.01.2018 - 15:51 Uhr 1 Kommentar

Düsseldorf/New YorkBei der Suche nach einem zweiten Hauptquartier hat der Online-Handelsriese Amazon die 20 aussichtsreichsten Kandidaten vorgestellt. Unter den Top-Bewerbern befinden sich Metropolen wie New York City, Chicago, und Los Angeles sowie die US-Hauptstadt Washington DC, aber auch das kanadische Toronto und Überraschungen wie Columbus oder Indianapolis. Es sei sehr schwer gewesen, sich zwischen den insgesamt 238 Bewerbungen zu entscheiden, teilte Amazon am Donnerstag am bisher einzigen Hauptquartier in Seattle mit.

Der Konzern hatte seine Standortsuche im September angekündigt und bis Mitte Oktober Vorschläge von Städten und Gemeinden in ganz Nordamerika angenommen. Amazon verspricht, mehr als fünf Milliarden Dollar in sein zweites Hauptquartier zu stecken und 50 000 Jobs zu schaffen.

Zehntausende zusätzliche Arbeitsplätze und Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe sollen indirekt entstehen. Die Entscheidung für einen Standort soll im Laufe dieses Jahres fallen.

„Alle Bewerbungen zeigten riesigen Enthusiasmus und Kreativität“, heißt es in der Amazon-Mitteilung. Einige Kandidaten hatten sich mit ausgefallenen Aktionen ins Zeug gelegt - aus Tucson in Arizona erhielt Amazon-Chef Jeff Bezos einen riesigen Kaktus, New York ließ das Empire State Building in „Amazon Orange“ erstrahlen, und Atlantas Vorort Stonecrest bot an, einen Teil der Stadt in „City of Amazon“ umzubenennen. Letztlich geht es aber vor allem um finanzielle Anreize - dem Konzern winken Steuergeschenke in Milliardenhöhe.

Amazon will nun mit jedem der verbliebenen Bewerber die Details der Vorschläge besprechen und zusätzliche Informationen anfordern, bevor der Konzern seine Entscheidung verkündet. Hier die Liste der Finalisten:

  • Atlanta (Georgia)
  • Austin (Texas)
  • Boston (Massachusetts)
  • Chicago (Illinois)
  • Columbus (Ohio)
  • Dallas (Texas)
  • Denver (Colorado)
  • Indianapolis (Indiana)
  • Los Angeles (Kalifornien)
  • Miami (Florida)
  • Nashville (Tennessee)
  • New York City (New York)
  • Newark (New Jersey)
  • Northern Virginia (Virginia)
  • Philadelphia (Pennsylvania)
  • Pittsburgh (Pennsylvania)
  • Montgomery County (Maryland)
  • Raleigh (North Carolina)
  • Toronto (Kanada)
  • Washington (D.C.)
Einkaufen ohne Kassen und Warteschlangen
Die neue Amazon-Idee
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Nie mehr Schlange stehen, sondern mit dem vollen Einkaufswagen einfach aus dem Laden laufen: Das verspricht eine neue Idee des Onlineriesen Amazon – ein Supermarkt in Seattle mit dem Namen „Amazon Go“.

Sensoren erkenne die gewählten Produkte
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In Seattle im US-Bundesstaat Washington präsentierte der Konzern am Montag den Prototyp eines Supermarkts, in dem Kunden alles mitnehmen können, ohne eine Kasse zu passieren. Die in dem rund 170 Quadratmeter großen Laden eingebaute Technologie „erkennt automatisch, wenn Produkte aus den Regalen genommen werden“, erklärte das Unternehmen. Sensoren ermöglichen es dem Kunden also, die gewünschten Produkte auszusuchen und dann mit einer App über ihre Amazon-Konten abzurechnen

Der Kassenzettel wird nachgereicht
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Nur beim Betreten des Ladens muss das Smartphone am Eingang gescannt werden. Beim Verlassen des Geschäfts werde der Einkauf dann über einen virtuellen Warenkorb abgebucht. „Wenn du mit dem Einkaufen fertig bist, kannst du das Geschäft einfach verlassen“, erklärte das Unternehmen. Anschließend werde das Amazon-Konto des Kunden mit dem entsprechenden Betrag belastet und ein Kassenzettel verschickt. Angeboten werden Grundnahrungsmittel wie Brot und Milch, Fertiggerichte und Kochboxen mit Zutaten für bestimmte Gerichte.

Hier darf nicht jeder rein
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Allerdings darf nicht jeder in den neuen Supermarkt. Vorerst können nur Angestellte des Konzerns, der in Seattle seinen Hauptsitz hat, Amazon Go nutzen.

Ab 2017 für alle Kunden geöffnet
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Anfang 2017 soll der Laden, der auch frische Menüs anbietet, dann für alle anderen Kunden geöffnet werden. Ob weitere Filialen geplant sind, war zunächst unklar.

Amazon erobert die analoge Welt
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Amazon bietet in den USA und London bereits den Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh an. Dabei handelt es sich um eine für 15 Dollar pro Monat erhältliche Zusatzoption für Abonnenten des jährlich 99 Dollar kostenden Prime-Service. Zudem betreibt Amazon in Seattle seit dem vergangenen Jahr bereits einen Buchladen; weitere Standorte in anderen Städten sind angekündigt. Laut „Wall Street Journal“ will der Konzern außerdem in den nächsten Wochen testweise zwei Drive-in-Läden eröffnen, ebenfalls in Seattle.

Druck für die traditionellen Kaufhausketten
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Sollte sich der Onlinekonzern dazu entscheiden, im großen Stil ins Supermarktgeschäft einzusteigen, würde dies erheblichen Druck auf traditionelle Lebensmittelhändler und Kaufhausketten wie Wal-Mart ausüben. Bislang kaufen die meisten Verbraucher die Dinge des täglichen Bedarfs bei solchen Anbietern ein.

Der Internetgigant hatte im Herbst vergangenen Jahres das Bewerbungsverfahren gestartet. „Wir erwarten, dass HQ2 vollkommen gleichwertig zu unserem Sitz in Seattle sein wird“, versprach Amazon-Chef Bezos damals.

  • dpa
  • mdo
  • tja
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1 Kommentar zu "Zweiter Standort gesucht: Diese Städte dürfen auf das Amazon-Hauptquartier hoffen"

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  • Ich wäre für Boston, wegen des Massachusetts Institute of Technology und der Harvard University, die für Nachwuchskräfte sorgen können.
    Das HB könnte ja mal die Leser befragen welchen Standort sie vorschlagen würden

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