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Zwischenbilanz Nestlé bleibt ein Gewinngarant, doch der europäische Markt enttäuscht – die Blitzanalyse

Nestlé trotzt dem Abschwung. Trotz des schwierigen Umfelds wächst das Geschäft des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns im ersten Halbjahr weiter.
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Zürich Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé wird seinem Ruf als stabiler Gewinnlieferant gerecht. Die wichtigsten Fakten:

  • Der Konzern weist für das erste Halbjahr ein organisches Wachstum von 3,6 Prozent aus – das entspricht den Erwartungen der Analysten.
  • Der Umsatz kletterte um 3,5 Prozent auf 45,5 Milliarden Franken.
  • Unterm Strich steht ein Gewinn von fünf Milliarden Franken. Das sind zwar 14,6 Prozent weniger als im Vorjahr, aber damals profitierte Nestlé von einem Einmaleffekt durch den Verkauf des US-Süßwarengeschäfts. 

Das fällt positiv auf

Großes Finanzpolster: Die finanzielle Feuerkraft des Schweizer Konzerns bleibt beeindruckend. Der freie Cashflow kletterte um 40 Prozent auf 4,1 Milliarden Franken. Zu der enormen Steigerung trugen allerdings auch einige Einmaleffekte bei.

Auch das Geschäft in Nord- und Südamerika erfreut: In der Region kletterte der Umsatz um 10,8 Prozent auf 15,8 Milliarden Franken. Vor allem Tierprodukte waren gefragt, aber auch im Getränke- und Tiefkühlgeschäft konnten die Schweizer zulegen.

Das fällt negativ auf

Preiskampf in Europa: Der europäische Markt enttäuscht. Hier weist Nestlé zwar ein Wachstum aus, doch der Konzern musste die Preise kräftig senken. Der Konzern beklagt das „deflationäre Umfeld“. Der Umsatz sank um 0,8 Prozent auf 9,2 Milliarden Franken zurück.

Zudem steigt die Nettoverschuldung des Konzerns auf 38,3 Milliarden US-Dollar. Nestlé erklärt das mit der Dividendenzahlung und den Aktienrückkäufen. Letztere werden durch den freien Cashflow zwar zu einem Großteil ausgeglichen, aber es bleibt dabei: Unterm Strich hat der Konzern seinen Aktionären mehr Geld zukommen lassen, als er operativ verdient hat.

Was jetzt passiert

Hohe Erwartungen: Der Konzern ist auf gutem Kurs, sein selbstgestecktes Wachstumsziel für dieses Jahr zu erreichen. Er erwartet ein organisches Wachstum von 3,5 Prozent. Im zweiten Halbjahr werden die Schweizer liefern müssen – denn die Erwartungen sind hoch, nachdem der Aktienkurs in den letzten Monaten bereits kräftig zugelegt hatte.

Zudem droht Nestlé-Chef Mark Schneider einmal mehr die unvermeidliche Frage nach der L’Oreal-Beteiligung. Die Schweizer halten rund 23 Prozent der L’Oreal-Aktien. Der aktivistische Investor Dan Loeb fordert schon länger, dass Nestlé die Papier zu Geld macht – doch bislang folgte das Nestlé-Management den Wünschen nicht.

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