Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

500 Millionen Eon versilbert Schweizer Beteiligung

Der Energiekonzern Eon stößt seine letzte größere Beteiligung in der Schweiz ab. Der 21-prozentige Anteil am Berner Stromerzeuger BKW FMB Energie solle an BKW selbst und den Schweizer Energieversorger Groupe E verkauft werden
1 Kommentar
Eon holt sich frisches Geld hinein. Quelle: dpa

Eon holt sich frisches Geld hinein.

(Foto: dpa)

HB DÜSSELDORF. Insgesamt könne E.ON durch die Transaktion 526 Mio. Euro einnehmen und damit seine Schulden weiter senken. Der größte deutsche Versorger stand zum Ende des ersten Quartals mit 44 Mrd. Euro bei seinen Gläubigern in der Kreide.

Eon sah bei der BKW keine großen Wachstumschancen mehr. Der unternehmerische Gestaltungsspielraum sei begrenzt, da der Kanton Bern die Mehrheit der Anteile halten wolle, sagte Finanzchef Marcus Schenck. BKW versorgt rund 300 000 Kunden mit Strom. Die Eon-Vorgängergesellschaft Veba hatte die Anteile Ende der 90er Jahre übernommen. In der Schweiz ist Eon nur noch mit geringen Anteilen an Gasunternehmen beteiligt. Strom kann der Konzern dort aber auch ohne Beteiligungen vor Ort verkaufen.

Die Veräußerung des BKW-Pakets soll in zwei Schritten über die Bühne gehen. BKW übernehme zunächst neun Prozent und Groupe E fünf Prozent für insgesamt 346 Mio. Euro. Zudem erhalte BKW die Option, die restlichen sieben Prozent für 180 Mio. Euro bis Ende September 2011 zu erwerben.

E.ON hatte sich in jüngster Zeit von zahlreichen Beteiligungen getrennt, darunter die Stadtwerketochter Thüga oder das Höchstspannungsnetz in Deutschland. Erst kürzlich hatte der Konzern seine US-Tochter für umgerechnet rund 5,8 Mrd. Euro versilbert. Eon erwägt Unternehmenskreisen zufolge auch den Verkauf seiner Beteiligung von 3,5 Prozent an dem russischen Gasmonoplisten Gazprom. Sein Ziel, bis Ende dieses Jahres Beteiligungen im Wert von rund zehn Mrd. Euro abzustoßen, hat Eon bereits übertroffen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

1 Kommentar zu "500 Millionen: Eon versilbert Schweizer Beteiligung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • EON beteilgung hier, Anteilseigner dort... . Hoffentlich kapiert auch der letzte wohin ein beträchtlicher Teil seiner Stromkosten fließt: An die börse, aber nicht die in Leipzig, wo der Strom ge- und verkauft wird.

    Spekuliert wird mit unserem Geld und wenn es schief geht, wird der Preis für die kwh angehoben. Wenn es nicht schief geht, übrigens auch. Totale Abzocke.

    EON hat 30 Mrd. Schuden? Ja woher denn: vor wenigen Jahre noch Gewinne ohne Ende. Hals wohl nich voll gekriegt... .

    Stromkonzerne sofort verstaatlichen.