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58 Millionen Euro Kaufpreis Grundig-Autoradios kommen unter Delphi-Dach

Der weltgrößte Autozulieferer Delphi übernimmt die Autoradiosparte des insolventen Elektronikherstellers Grundig. Dies bestätigte Der US-Konzern am Montag in Nürnberg. Den Kaufpreis bezifferte Delphi auf 58 Mill. €. Damit werden in Nürnberg 250 Arbeitsplätze gesichert. Die Zukunft der TV- und Viedeosparte des Traditionskonzerns ist dagegen weiter fraglich.

HB NÜRNBERG. Delphi-Präsident Jeffrey Owens sagte am Montag in Nürnberg, der Markenname Grundig solle zur „Triebfeder für Umsatzwachstum“ auf dem Gebiet der Automobil-Kommunikation werden. Der nach eigenen Angaben weltgrößte Autozulieferer will in Nürnberg sein europäisches Zentrum für Kommunikationsgeräte im Auto errichten und dazu alle 250 Mitarbeiter der Grundig-Sparte in Nürnberg und die rund 750 Mitarbeiter im portugiesischen Braga übernehmen. Im Kaufpreis sei die Übernahme der Nettoschulden von Grundig Car Intermedia System (GCIS) in Höhe von drei Mill. € enthalten.

„Der Verkauf von CIS an den weltweit stärksten Partner bietet diesem Unternehmensbereich und dessen knapp eintausend Beschäftigten eine sehr vielversprechende Perspektive für die Zukunft“, sagte Grundig-Insolvenzverwalter Siegfried Beck. Zwei Jahre lang sei nach einem Partner für die GCIS gesucht worden. „Die GCIS geht nicht einfach in der großen Delphi-Gruppe auf, sondern wird weiter eigenständig existieren“, sagte Beck.

Es werde keine Kündigungen geben, auch der Standort in Nürnberg-Langwasser sei auf Dauer gesichert, sagte Beck. Delphi habe zusätzlich die Einstellung weiterer Ingenieure anderer Grundig-Bereiche in Aussicht gestellt. GCIS, die wohl wettbewerbsfähigste Sparte des vor gut vier Monaten Pleite gegangenen Traditionskonzerns, hatte im Jahr 2002 bei einem Umsatz von etwa 180 Mill. € einen Marktanteil von 14 % in Europa erreicht.

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