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800 Millionen Euro Erlös EnBW will mit Kapitalerhöhung beginnen

Kommende Woche will EnBW mit der Kapitalerhöhung beginnen. Der Konzern will so einen Emissionserlös von über 800 Millionen Euro erzielen, um das Geschäft mit erneuerbaren Energien auszubauen und seine Bilanz zu stärken.
14.06.2012 - 21:21 Uhr Kommentieren
EnBW will sich reinigen: Statt auf Atomstrom setzt der Energiekonzern nun vermehrt auf erneuerbare Energien. Quelle: dpa

EnBW will sich reinigen: Statt auf Atomstrom setzt der Energiekonzern nun vermehrt auf erneuerbare Energien.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der vom Atomausstieg hart getroffene Stromkonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW) will in der kommenden Woche mit seiner lange erwarteten Kapitalerhöhung beginnen. Die neuen Aktien würden den Anteilseignern im Verhältnis von neun zu eins zum Bezugspreis von 30,90 Euro angeboten, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Das habe der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen. Die Bezugsfrist laufe von 19. Juni bis zum 2. Juli. Am Donnerstag schlossen EnBW-Aktien im Xetra-Handel drei Prozent fester mit 34,29 Euro.

Die beiden Großaktionäre, das Land Baden-Württemberg und der kommunale Zweckverband OEW, haben den Bezug von Aktien im Wert von jeweils 400 Millionen zugesagt. Insgesamt erwarte das Unternehmen einen Bruttoemissionserlös von mindestens 820 Millionen Euro, hieß es.

Die bisher stark von Atomstrom abhängige EnBW will das Geld zur Bilanzstärkung verwenden und ihr Geschäft mit erneuerbaren Energien ausbauen. Die Folgen des Atomausstiegs hatten dem Unternehmen 2011 einen Nettoverlust von 867 Millionen Euro eingebracht - ein Jahr zuvor war es noch ei Gewinn von 1,16 Milliarden Euro. Abschreibungen auf Beteiligungen standen mit fast 900 Millionen Euro zu Buche, die Atomgesetz-Novelle mit gut 400 Millionen.

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