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A123 Systems Pleite eines Batterie-Herstellers könnte Obama schaden

Am Know-how des viel gelobten US-Batteriehersteller A123 waren Autokonzerne wie Daimler und General Motors interessiert. Jetzt ist das Technologieunternehmen pleite – und das könnte sogar den US-Wahlkampf beeinflussen.
16.10.2012 Update: 16.10.2012 - 18:45 Uhr 2 Kommentare
Kritischer Blick auf ein Modell eines Elektroautos bei einem chinesischen Hersteller (Archiv). Quelle: Reuters

Kritischer Blick auf ein Modell eines Elektroautos bei einem chinesischen Hersteller (Archiv).

(Foto: Reuters)

Düsseldorf/Wilmington Eine Firmenpleite könnte sich zu einem heißen Eisen für US-Präsident Barack Obama im Wahlkampf erweisen. Der häufig als Innovationsführer gepriesene Hersteller von Fahrzeugbatterien, A123 Systems, hat am Dienstag Insolvenz angemeldet. Im Jahr 2009 hatte das Unternehmen mit Sitz in Massachusetts einen staatlichen Zuschuss von 249 Millionen Dollar erhalten. Schon im ersten TV-Duell mit Obama hatte Herausforderer Mitt Romney Firmen genannt, die Finanzhilfen vom Staat erhalten hatten und pleite gegangen waren. Das zweite von drei TV-Duellen findet in der Nacht auf Mittwoch (deutsche Zeit) statt.

Das Genick gebrochen hatte dem Unternehmen eine anstehende Zinszahlung auf ausstehende Anleihen. Die Aktie fiel im Tagesverlauf bis zu 70 Prozent auf noch 7 US-Cent. Im August hatte A123 mitgeteilt, mit dem chinesischen Autohersteller Wanxiang über eine Finanzierung zu verhandeln. Im Gegenzug sollte Wanxiang eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen erhalten. Bis zu 465 Millionen Dollar sollten dafür fließen.

Stattdessen springt jetzt der Automobil-Zulieferer Johnson Controls bei und übernimmt das Geschäftsfeld mit Batterien für die Automobilindustrie für insgesamt 125 Millionen Dollar und eine Überbrückungsfinanzierung. Zu dem Paket gehören zwei Werke in Michigan sowie eine Produktionsstätte in China. Für die anderen Geschäftsfelder wie etwa Anwendungen für das Stromnetz liefen noch Verhandlungen, so A123.

US-Präsident Obama hatte A123-Vorstandschef David Vieau per Telefonat zu einer Fabrikeröffnung im Herbst 2010 offiziell gratuliert. Für den Bau des Werks hatte die Firma den staatlichen Kredit erhalten. In den vergangenen vierzehn Quartalen machte das Unternehmen immer Verlust.

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    Im vergangenen Monat hatte Präsidentschafts-Herausforderer Romney gesagt, Obama habe „Verlierer“ für die Finanzspritzen ausgewählt. Unter anderem war der Solarzellen-Hersteller Solyndra in die Insolvenz gerutscht, der sogar 535 Millionen Dollar an Kreditgarantien erhalten hatte.

    Dem Geschäftsbericht für das Jahr 2011 zufolge entwickelte A123 Systems unter anderem Batterien und elektrische Antriebssysteme für BMW, Daimler und General Motors. Ein für BAE Systems produziertes Hybrid-System wird unter anderem in Daimler-Bussen eingebaut.

    • Bloomberg
    • mdo
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    2 Kommentare zu "A123 Systems: Pleite eines Batterie-Herstellers könnte Obama schaden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • In Deutschland werden die Auto Zulieferanten auch nicht durch den Staat gefördert und trotzdem sind sie Nummer 1 was Innovation anbelangt. Die Schaeffler Gruppe hat vor kurzen den Technologie & Innovation Preis gewonnen.

    • Pleite wird niemanden schaden.

      Denn "pleite" ist das Unternehmen im eigentlichen technischen Sinne nicht. Alles geht weiter seinen Weg. Nur wird im Kleingedruckten nun JohnsonControls als neuer Eigentümer ausgewiesen. JohnsonControls nutze die gunst der Stunde, um zuzukaufen. Ein völlig normaler Akt. "Richtig Pleite" wäre das Unternehmen, wenn sich kein Käufer gefunden hätte. JohnsonControls konnte so sehr preiswert zukaufen. Alle können zufrieden sein (bis auf die Altaktionäre von A123).

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