Abbott kauft St. Jude 25-Milliarden-Deal in der Pharmabranche

Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories verstärkt mit einem 25 Milliarden Dollar schweren Zukauf sein Medizintechnik-Geschäft. Das Management kündigt nun die Übernahme der Firma St. Jude Medical an.
In der weltweiten Pharmabranche gibt es derzeit eine Fusionswelle. Abbott hat nun im Medizintechniksektor zugeschlagen. Quelle: dpa
Medizintechnik

In der weltweiten Pharmabranche gibt es derzeit eine Fusionswelle. Abbott hat nun im Medizintechniksektor zugeschlagen.

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Bangalore25 Milliarden Dollar investiert der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories in den Zukauf seines Medizintechnik-Sektors. Am Donnerstag teilte der Vorstand die Übernahme der Firma St. Jude Medical mit. Diese produziert medizinische Geräte für Krankheiten des Herzens und des Nervensystems wie Herzschrittmacher, Katheter und Defibrillatoren. Abbotts Sparte Herz-Kreislauf-Geräte kommt den Angaben zufolge nach der Fusion auf einen Jahresumsatz von 8,7 Milliarden Dollar.

Abbott-Chef Miles White hatte im vergangenen Jahr Interesse an Akquisitionen im Medizintechnik-Sektor geäußert. Das Unternehmen dementierte allerdings im August noch einen Medienbericht über einen angeblich bevorstehenden Kauf von St. Jude.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Inzwischen ist der Deal offiziell. Abbott bietet nach eigenen Angaben 85 Dollar je St.-Jude-Aktie. Das ist ein Aufschlag von 37 Prozent auf den jüngsten Börsenkurs. Gezahlt wird in bar und in Abbott-Aktien. Teil der Vereinbarung sind auch die Nettoschulden von St. Jude über 5,7 Milliarden Dollar, die vom Käufer mitübernommen oder refinanziert werden.

In der weltweiten Pharmabranche gibt es derzeit eine Fusionswelle. Hintergrund sind unter anderem hohe Forschungskosten, der Ablauf von Patenten und gedrosselte staatliche Ausgaben für die Gesundheitssysteme.

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