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Abgas-Affäre bei Volkswagen VW-Chef Müller besetzt wichtige Posten neu

Alles soll besser werden bei VW nach dem Abgas-Skandal, der den Konzern Mitte September in eine schwere Krise stürzte. Dazu zählen auch neue Köpfe. Vorstandschef Matthias Müller stellt seine Mannschaft zusammen.
17.12.2015 - 12:33 Uhr
Der neue VW-Chef sorgt für eine Restrukturierung einiger Positionen im Unternehmen. Quelle: dpa
Matthias Müller

Der neue VW-Chef sorgt für eine Restrukturierung einiger Positionen im Unternehmen.

(Foto: dpa)

Wolfsburg Im Zuge der Neuausrichtung nach dem Abgas-Skandal hat VW-Vorstandschef Matthias Müller wichtige Posten in dem Autokonzern neu besetzt. Mehrere Funktionen im Ressort des Vorstandschefs werden im ersten Quartal 2016 neu strukturiert. Das teilte Volkswagen am Donnerstag in Wolfsburg mit.

Der bisherige Geschäftsführer des Auto-Branchenverbands VDA, Ulrich Eichhorn (54), leitet bei VW künftig den Konzernbereich Forschung und Entwicklung. Porsche-Design-Chef Michael Mauer (53) ist demnächst auch konzernweit für das Design verantwortlich. Der 57-jährige Fred Kappler führt künftig den Konzernbereich Vertrieb. Die Steuerung des Bereichs Produktion übernimmt Wolfram Thomas (59), die Produkt- und Baukastenstrategie der 54-jährige Ralf-Gerhard Willner.

Die lange Liste der Offenbarung
Porsche Cayenne Diesel mit 3,0 Liter-V6, Modelljahrgang 2015
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Für manche Nicht-Auto-Experten war es ja überraschend, dass Porsche überhaupt Diesel verkauft. Doch zumindest dieses Modell wird nach den neuesten Vorwürfen in der Abgas-Affäre nun in den USA nicht mehr verkauft. Dies sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagte ein Sprecher am 4. November 2015.

Wie die Konzernmutter VW hat Porsche die kürzlich von der US-Umweltbehörde EPA genannten Manipulationen auch größerer Diesel-Aggregate bislang nicht eingeräumt. Noch werden die Vorwürfe geprüft, wobei man mit der EPA kooperiert.

Porsche hat seit dem Jahresbeginn in den USA gut 12.000 Cayennes ausgeliefert, rund 3.000 davon hatten einen Dieselmotor. Die beanstandeten Motoren kommen von Audi.

(Foto: PR)
Porsche Cayenne Diesel mit 3,0 Liter-V6, Modelljahrgang 2015
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Von den Ermittlungen der US-Umweltbehörde EPA sind rund 3.000 Dieselfahrzeuge des Sportwagenbauers Porsche betroffen, dies hat die VW-Tochter bestätigt. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um Diesel-Cayennes, die von Januar bis September in den USA ausgeliefert wurden. Das ist knapp ein Viertel aller 2015 in den Vereinigten Staaten an die Kunden übergebenen Cayennes.

Bisher sagte Porsche auf Fragen zu etwaigen Verwicklungen in den Abgasskandal, man habe damit nichts zu tun, auch weil es nur um Vierzylinder-Motoren gehe - so kleine Motoren habe man aber gar nicht im Sortiment.

(Foto: PR)
Unter Verdacht: Ältere 3-Liter-Diesel
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Die US-Umweltschutzbehörde EPA teilte am 20. November mit, Vertreter von VW und Audi hätten erklärt, dass alle in den USA verkauften Autos mit Drei-Liter-Dieselmotoren der Modelljahre 2009 bis 2016 mit einer nicht zugelassenen Software-Funktion zur Abgaskontrolle ausgerüstet seien.

Bis zu diesem Zeitpunkt war nur von rund 10.000 Fahrzeugen der Modelljahre 2014 bis 2016 die Rede gewesen. Nach Angaben der EPA geht es nun um rund 75.000 zusätzliche Fahrzeuge aus den Jahren davor, also insgesamt 85.000 Autos.

Von den neuen Vorwürfen betroffen sind die Audi-Modelle A6, A7, Q5 und Q7 mit dem 3,0-Liter-TDI-Motor der Modelljahrgänge 2009 bis heute.

(Foto: PR)
Angeblich betroffen: Volkswagen Touareg, 3.0 L Diesel V6
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Die amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) wirft dem Volkswagen-Konzern vor, nicht nur bei den bisher bekannten Motoren, sondern auch bei 3,0-Liter-V6-Dieselaggregaten die Abgaswerte manipuliert zu haben. Die Motoren werden im VW Touareg (Modelljahrgang 2014) und Porsche Cayenne (Modelljahrgang 2015) sowie in größeren Audi-Modellen des Modelljahrgangs 2016 eingesetzt.

(Foto: PR)
Angeblich betroffen: Audi A8 und A8 Langversion
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Nach Porsche stoppten per Mitteilung vom 4. November auch Audi und Volkswagen den Verkauf von V6-TDI-Dieseln in den USA. Betroffen sind unter anderem die Audi-Modelle A6, A7 und A8 sowie die Geländewagen Q5 und Q7 mit TDI-Motor. Bei Volkswagen ist der VW-Touareg betroffen.

Die Marken reagieren damit auf den Vorwurf, auch bei dem großen Dieselmotor die Abgaswerte manipuliert zu haben. Der VW-Konzern bestreitet den Vorwurf, da es sich um ein gängiges und legales System zur Abgasregulierung handele, das der Konzern bei der Zulassung in den USA aber nicht angegeben habe.

(Foto: PR)
Angeblich betroffen: Audi Q5
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Die amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) wirft dem Volkswagen-Konzern vor, nicht nur bei den bisher bekannten Motoren, sondern auch bei 3,0-Liter-V6-Dieselaggregaten die Abgaswerte manipuliert zu haben. VW wies die Behauptung zurück. Die Motoren werden bei Audi im A6 quattro, A7 quattro, A8, A8L und Q5 des Modelljahrgangs 2016 eingesetzt.

(Foto: PR)
Betroffen: Audi A6 quattro
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Die amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) wirft dem Volkswagen-Konzern vor, nicht nur bei den bisher bekannten Motoren, sondern auch bei 3,0-Liter-V6-Dieselaggregaten die Abgaswerte manipuliert zu haben. VW wies die Behauptung zurück. Die Motoren werden bei Audi im A6 quattro, A7 quattro, A8, A8L und Q5 des Modelljahrgangs 2016 eingesetzt.

(Foto: PR)

Volkswagen hatte als Folge des Skandals um manipulierte Abgastests für Dieselfahrzeuge eine Neuausrichtung des Konzerns angekündigt. Dazu gehört etwa, dass die einzelnen Marken und Regionen mehr Verantwortung bekommen sollen. Es soll mehr Transparenz geben und Mitarbeiter mehr untereinander diskutieren. Für den Abgas-Skandal war auch ein zentralistischer, rigider Führungsstil verantwortlich gemacht worden.

Mit den neu berufenen Managern in seinem Ressort will Müller (62) „interne Entscheidungswege“ beschleunigen. VW stelle sich damit auch schlanker auf. Die Zahl der direkt an den Vorstandschef berichtenden Topmanager sei nahezu halbiert worden. „Mit den strukturellen Veränderungen steigern wir die Entscheidungsgeschwindigkeit, reduzieren die Komplexität und erhöhen die Effizienz“, sagte Müller. Der Konzernvorstand solle sich stärker als bisher auf übergreifende Zukunftsthemen konzentrieren - die Elektromobilität und den digitalen Wandel mit immer mehr Internet im Auto.

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    Nach dem Skandal hatte es bei VW im Top-Management bereits massive Veränderungen gegeben. Kurz nach Bekanntwerden der Affäre war Vorstandschef Martin Winterkorn zurückgetreten, sein Nachfolger wurde der bisherige Porsche-Chef Müller. Finanzchef Hans Dieter Pötsch wechselte an die Spitze des Aufsichtsrats, ihm folgte der Vorstandschef der VW-Finanztochter, Frank Witter. Neuer Chefstratege im Konzern wurde der frühere Opel-Interimschef Thomas Sedran. Von Daimler holte VW die Juristin Christine Hohmann-Dennhardt, die ab Anfang 2016 das neue Vorstandsressort „Integrität und Recht“ leitet.

    • dpa
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