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Abgas-Manipulation Volkswagen soll eigenen Rechtsvorstand erhalten

Volkswagen bereitet sich auf die anrollenden Klagewelle im Diesel-Skandal vor. Laut einem Medienbericht richtet der Konzern daher einen eigenen Vorstandsbereich für Compliance und Recht ein.
09.10.2015 - 08:41 Uhr
Der Konzern erhält offenbar einen eigenen Vorstand für Compliance und Recht. Quelle: AFP
Umbau bei Volkswagen

Der Konzern erhält offenbar einen eigenen Vorstand für Compliance und Recht.

(Foto: AFP)

München Als Reaktion auf die Abgasaffäre will der Volkswagen-Konzern einem Bericht zufolge einen neuen Vorstandsbereich schaffen, der Gesetzesverstöße in Zukunft verhindern soll. Die Schaffung des Ressorts Recht und Compliance sei „der nächste logische Schritt“, zitierte der Rechercheverbund aus „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR am Freitag Unternehmenskreise. Compliance ist der Fachbegriff für die Verhinderung beziehungsweise Aufklärung von Verstößen.

Nach Informationen des Rechercheverbunds laufen bereits Gespräche mit möglichen Kandidaten für das neue Amt. Insider rechneten damit, dass der neue Posten schon in den kommenden zwei, drei Wochen besetzt werden könnte. Der Konzern steht unter großem Druck, weil wegen der Manipulation von Abgaswerten hohe Straf- und Schadenersatzzahlungen vor allem in den USA drohen.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte am Donnerstag das VW-Stammwerk in Wolfsburg und mehrere Privatwohnungen an verschiedenen Orten durchsucht. Ziel war den Angaben zufolge die Sicherstellung von Unterlagen und Datenträgern. Volkswagen erklärte, den Ermittlern eine „umfassende Dokumentensammlung“ übergeben zu haben.

Mitte September war bekannt geworden, dass VW in den USA Abgaswerte von Dieselfahrzeugen durch eine Software manipuliert hatte, die bei Tests zu einem niedrigeren Schadstoffausstoß als im Normalbetrieb führte. Die Software ist in insgesamt elf Millionen Fahrzeuge weltweit eingebaut.

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