Abgasemissionen US-Kanzleien wollen Daimler verklagen

Nach dem Bekanntwerden der internen Untersuchung über den Zulassungsprozess bei Abgasemissionen wollen gleich mehrere Anwälte Klagen gegen den Stuttgarter Autobauer vorbereiten. Daimler hält die Vorwürfe für unbegründet.
Daimler-Chef Dieter Zetsche betont, dass in den Mercedes-Motoren keine illegalen Abschaltprogramme eingebaut seien. Quelle: dpa
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Daimler-Chef Dieter Zetsche betont, dass in den Mercedes-Motoren keine illegalen Abschaltprogramme eingebaut seien.

(Foto: dpa)

New YorkSie wittern die Chance aufs große Geld: Gleich eine ganze Reihe von amerikanischen Anwaltskanzleien haben am Dienstag angekündigt, ihre eigenen Untersuchungen im Fall Daimler vorzubereiten und möglicherweise Klagen für geprellte Investoren vorzubereiten.

Die Anwälte vermuten, dass der Stuttgarter Autobauer US-Kapitalmarktgesetze gebrochen haben könnte, „in dem er irreführende Informationen an die Investoren gegeben hat“, heißt es etwa in einer Pressemitteilung der Kanzlei Goldberg Law aus Los Angeles.

Ähnliche Statements wurden auch von einer Kanzlei in New York und einer in Bensalem, im US-Bundesstaat Pennsylvania veröffentlicht. Alle sind auf der Suche nach Investoren, die als potenzielle Kläger dienen könnten.
Ein Daimler-Sprecher wies die Vorwürfe zurück. „Wir haben den Kapitalmarkt nach den gesetzlichen Vorgaben informiert“, sagte er.

Daimler hatte in der Nacht zum Freitag in einer Pflichtmitteilung an die Finanzwelt auf eine interne Untersuchung hingewiesen, die der Autobauer auf Wunsch des US-Justizministeriums eingeleitet hat. Dabei gehe es um einen Zertifizierungs- und Zulassungsprozess in Bezug auf Abgasemissionen in den USA.

Die inneren Werte der neuen S-Klasse
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Wenn eine neue Mercedes-Benz S-Klasse ins Haus steht, hat dieses Ereignis nicht nur für die Stuttgarter und ihre Kunden eine besondere Bedeutung. Die gesamte Automobilwelt will wissen, was die nächste Generation der erfolgreichsten Premium-Limousine der Luxusklasse an technischem Niveau bieten kann. So war es auch 2005, als die aktuelle S-Klasse auf den Markt kam. In diesem Frühjahr wird es noch mehr der Fall sein. Denn mit der Elektronik hat die Automobiltechnik seitdem eine größere Dimension gewonnen. Was das fürs Auto bedeutet, wird die S-Klasse zeigen.

Die Zahl der neuen Elemente, Technologien und Techniken ist offensichtlich so groß, dass man in Stuttgart meint, es der sehr interessierten Öffentlichkeit in mehreren Lektionen beibringen zu sollen. So erfuhren wir bereits vor einigen Wochen in der Theorie und im Simulator, was uns an neuen Fahrerassistenzsystemen erwartet. Das Spektrum reicht von der automatischen Vollbremsung bei drohender Kollision mit Fußgängern und bei Querverkehr bis zu teilautonomen Fahren zum Beispiel in der Kolonne auf der Autobahn. Mercedes-Benz zeigte uns, was zum Thema Sicherheit heute so alles möglich ist ...

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In der neuen E-Klasse kann man Vieles davon auch schon bestellen, was dieses Jahr auch die S-Klasse ausmachen wird. Überhaupt konnte man bei der E-Klasse den Eindruck gewinnen, sie sei zu einer kleinen S-Klasse geworden. Deswegen liegt viel Spannung in der Fragestellung, was Mercedes-Benz noch in petto hat, um seinen Luxusliner von der gehobenen Mittelklasse des Hauses abzusetzen. Nach dem Ende des bisherigen Topmodells Maybach stellt sich die Frage sogar verschärft.
Die Antwort fällt so aus, wie man es von Mercedes-Benz erwartet: mehr Komfort und mehr Luxus. Dabei wird – in Deutschland und Europa weniger als in Asien – die Größe eine Rolle spielen. Erstmals wird der lange Radstand zum Basismodell. Der für uns eher normale kurze Radstand wurde als kleinere Variante entwickelt. So fällt es leichter, auch eine XL-Version für die Märkte mit scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten zu entwickeln, die bisher die ganz Großen dieser Autowelt kauften.

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Mercedes-Benz lüftete den Schleier des Geheimnisses S-Klasse, um die innere Größe des Neuen darzustellen. Der Innenraum, die Bedienung, der Sitzkomfort, die Klimatisierung, das Fahrgeräusch, das Soundsystem und die Beleuchtung standen auf dem Programm eines „Tecdays“ für Medienvertreter.

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Doch wie wenig die gewohnten Begriffe der Wirklichkeit der neuen S-Klasse gerecht werden, zeigt ein Beispiel, das bei anderen Herstellern schon einmal zum Naserümpfen geführt hat: Für die S-Klasse bietet Mercedes-Benz jetzt auch ein „Air Balance System“ mit einer „aktiven Beduftung“ an.

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Die spinnen, die Stuttgarter, mögen viele denken. Doch auch die Beduftung bekommt Sinn, wenn man das gesamte Air Balance System anschaut. Sie zeigt auch, mit welcher Detailverliebtheit die Mannschaft zu Werke ging.

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Um im Innenraum einen stets angenehmen Geruch zu realisieren, adaptiert die neue S-Klasse die Beduftungsanlage aus dem Maybach als Option.

Der 44-jährige Marc vom Ende, Senior Parfümeur beim niedersächsischen Duftstoffhersteller "Symrise", hat die Düfte der neuen Beduftungsanlage in der S-Klasse entwickelt und erklärt die Intention der Einrichtung: "Wenn ich einen Körperduft auftrage, ist das ein Ausdruck meiner Persönlichkeit und der Stimmung, in der ich gerade bin. Ganz ähnlich ist der Anspruch an den Raumduft in der S-Klasse: Auch hier soll der Charakter des Menschen, der das Fahrzeug fährt, wiedergegeben und zugleich die Atmosphäre des Fahrzeugs transportiert werden."

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Beim Innendesign setzt sich Mercedes-Benz von der eher sachlich-kühlen Linie der Ingolstädter ab. In sanften S-Kurven laufen die Seitenverkleidungen nahtlos über die Armaturentafel mit einem großen, die Breite betonenden Zierteil wieder in die gegenüberliegende Tür.

Das hat Schwung, der noch unterstrichen wird von der nach oben abschließenden, ebenfalls umlaufenden Kante (Wrap-Up-Line). Erstmals kommen auch in der S-Klasse runde Luftdüsen zum Einsatz - wie viele andere Einzelheiten verziert mit polierten Alu-Elementen. Die Analoguhr in der Mitte darf natürlich nicht fehlen.

Daimler sei am 15. April zu der Untersuchung aufgefordert worden – mit der Bitte, die Sache Vertraulich zu behandeln. Fast eine Woche später ging Daimler damit jedoch an die Öffentlichkeit. Die Aktie hatte daraufhin um rund fünf Prozent nachgegeben. Zwar wird das Daimler-Papier nicht an US-Börsen gehandelt, es gibt in den USA jedoch sogenannte Aktienersatzpapiere, die den Kursverlauf der Aktie nachbilden und demnach von dem Rückgang ebenfalls betroffen waren.
Die Anwälte nehmen sich bei ihrem Vorgehen offenbar ein Beispiel an VW. Hier haben Investoren ebenfalls Klagen eingereicht. Sie werfen dem Autobauer vor, nicht früh genug über die Abgasaffäre informiert worden zu sein. VW weist diese Vorwürfe zurück.
Die Kanzlei Hagens Berman hat Anfang des Monats eine Sammelklage gegen Daimler eingereicht. Hier werfen Autobesitzer dem Stuttgarter Autobauer die Nutzung einer Schummel-Software, „ähnlich wie die von Volkswagen“ vor, sagt Partner Steve Berman.

Beweise gibt es in der Klageschrift jedoch nicht. Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass in den Mercedes-Motoren keine illegalen Abschaltprogramme eingebaut seien.

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