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Abgasskandal in Japan Mitsubishi muss sich von Nissan retten lassen

Der Skandal um manipulierte Verbrauchstests hat Mitsubishi schwer gebeutelt. Wie im Fall VW drohen Milliardenstrafen. Der japanische Autobauer braucht dringend Geld – und lässt sich nun von Nissan retten.
Update: 12.05.2016 - 12:55 Uhr

Nissan als „Weißer Ritter“ - macht das Sinn?

Tokio Der japanische Renault-Partner Nissan Motor steigt beim skandalerschütterten Konkurrenten Mitsubishi Motors ein. Nissan wolle 34 Prozent der Anteile an Mitsubishi Motors erwerben, wie die beiden Unternehmen am Donnerstag bekanntgaben. Medienberichten zufolge will Nissan dafür mehr als 200 Milliarden Yen (1,6 Milliarden Euro) zahlen. Man werde Mitsubishi Motors helfen, das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederzuerlangen, sagte Nissan-Chef Carlos Ghosn.

Die Aktien von Mitsubishi Motors sind in den vergangenen Wochen stark eingebrochen, nachdem bekannt geworden war, dass die Verbrauchswerte bei Kleinstwagen seit 1991 manipuliert worden sind. Zuletzt kostete das Papier nur noch knapp 500 Yen und damit halb so viel wie zu Jahresbeginn. Die Talfahrt der vergangenen Jahre hat sich damit noch mal verschärft. 2013 hatte die Aktie zeitweise noch fast 2000 Yen gekostet. Zum aktuellen Kurs ist Mitsubishi Motors an der Börse nur noch rund 486 Milliarden Yen (4,5 Milliarden Dollar) wert.

Wie dem von einem Abgasskandal erschütterten Volkswagen-Konzern drohen Mitsubishi Schadenersatzzahlungen und Strafen. Analysten schätzen, dass der Konzern bis zu eine Milliarde Dollar auf den Tisch legen muss.

Nach Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg will Mitsubishi bis zu einem Drittel neue Aktien ausgeben, um so an das dringend gebrauchte Geld zu kommen. Mit dem Kauf wird nun Nissan der größte Anteilseigner an Mitsubishi Motors und kontrolliert den Konzern de facto künftig. Derzeit sind zwei andere Unternehmen aus dem Mitsubishi-Konglomerat mit insgesamt rund 23 Prozent die größten Anteilseigner des Autobauers.

Ghosn spricht von „Win-win“-Vereinbarung
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