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Abgasskandal VW soll auch bei Benzinern die Abgaswerte manipuliert haben

Experten von VW haben offenbar über spezielle Schaltprogramme in den Automatikgetrieben von Benzinern berichtet. Diese hätten Emissionswerte beeinflussen können.
02.09.2018 Update: 02.09.2018 - 15:09 Uhr Kommentieren
Ein Kfz-Meister lädt im Rahmen der Rückrufaktion zum Abgasskandal ein Software-Update auf einen Volkswagen Golf mit einem 2,0-Liter-Dieselmotor. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag “ sollen auch die Abgaswerte von Benzinern manipuliert worden sein. Quelle: dpa
Volkswagen

Ein Kfz-Meister lädt im Rahmen der Rückrufaktion zum Abgasskandal ein Software-Update auf einen Volkswagen Golf mit einem 2,0-Liter-Dieselmotor. Laut einem Bericht der Bild am Sonntag sollen auch die Abgaswerte von Benzinern manipuliert worden sein.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die interne Präsentation hat es in sich. Es ist eine Anleitung, wie gewünschte Schaltprogramme auf dem Prüfstand aktiviert würden, um Emissionen zu verringern. Beim VW-Modell „T5 Bulli“ solle der Testfahrer zum „Aktivieren des Rollenmodus“ die Zündung einschalten, den Warnblinker betätigen und fünfmal das Gaspedal zu 100 Prozent drücken. So erkannte der Bulli, ob er auf der Straße oder im Labor unterwegs ist.

Das berichtet die „Bild am Sonntag“ und verweist auf Akten der Staatsanwaltschaft München, deren Inhalt VW, Audi und Porsche womöglich auch im Hinblick auf Abgasmanipulationen bei Benzinern belastet.

Danach erklärten Getriebeexperten des Konzerns bei einem Krisentreffen am 2. November 2015, dass Automatikgetriebe aller Marken Schaltprogramme enthielten, die nur auf dem Prüfstand aktiv seien und Emissionswerte beeinflussen könnten. Die Beamten ermitteln wegen Betrugs und strafbarer Werbung bei der VW-Tochter Audi gegen 20 Beschuldigte. Der Prominenteste von ihnen ist der beurlaubte Audi-Chef Rupert Stadler, der in U-Haft sitzt.

Soweit bekannt, geht es bei den Münchener Ermittlungen aber weiter nur um Abgasmanipulationen bei Dieselmotoren, die zu viel giftiges Stickoxid ausstoßen. Ein Anfangsverdacht im Hinblick auf die Benziner hat sich offenbar bislang nicht ergeben. Allerdings befasst sich die Staatsanwaltschaft Braunschweig auch mit der Täuschung bei Kohlendioxid-Werten, die teilweise auch Benzinmotoren betreffen.

VW teilte auf Nachfrage mit, die fraglichen Getriebethemen seien mit dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in den vergangenen Monaten intensiv besprochen worden. „Es gibt in diesem Zusammenhang keine neuen Sachverhalte mehr“, sagte ein VW-Sprecher.

Beim T5 handele es sich um ein bekanntes Thema, das mit dem KBA seit geraumer Zeit besprochen werde. „Aufgrund bisheriger Entscheidungen läuft seit Anfang 2017 eine Softwaremaßnahme. Mehr als 80 Prozent der Kunden haben teilgenommen“, sagte der Sprecher. Zu den weiteren Fragen im Kontext staatsanwaltlicher Ermittlungen könne sich VW inhaltlich nicht äußern.

Gänzlich neu erscheinen die Vorwürfe ohnehin nicht: Bereits im November 2015 hatte VW zugegeben, bei der Typ-Zulassung zahlreicher Modelle zu niedrige CO2-Werte angegeben und damit falsche Versprechen über den Sprit-Verbrauch gemacht zu haben. Davon waren nach ersten Angaben des Dax-Konzerns rund 800.000 Fahrzeuge betroffen, darunter auch 98.000 Benziner. Später reduzierte VW die Zahl der betroffenen Fahrzeuge auf etwa 36.000. Bis dahin war der Abgasskandal auf die Manipulation von Stickoxidwerten bei Dieselautos beschränkt.

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