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Abgasskandal VW-Spitze ignorierte klare Hinweise auf Manipulation

Der Abgasskandal lässt VW nicht los. Nun belegen Dokumente, dass der Vorstand spätestens Ende 2014 die Tragweite des Problems bei den Dieselfahrzeugen hätte erkennen müssen. Warum griff die Konzernführung nicht ein?
18.02.2016 - 19:19 Uhr
Das Management des Autokonzerns hätte das Abgas-Desaster durchaus verhindern können. Quelle: Reuters
VW-Zentrale in Wolfsburg

Das Management des Autokonzerns hätte das Abgas-Desaster durchaus verhindern können.

(Foto: Reuters)

Wolfsburg Der Rückruf war für den Vorstand von Volkswagen keine große Sache. Ende 2014 sollte in den USA eine halbe Million Dieselautos in die Werkstätten beordert werden. Deren Abgaswerte waren zu hoch – ärgerlich, aber lösbar. Die Techniker hatten bereits ein Software-Update entwickelt, mit dem die Steuerung des Motors entsprechend angepasst werden sollte. Ein solcher Rückruf, so heißt es in den Reihen von VW, sei zwar kein Tagesgeschäft, komme aber häufiger vor. Im Vorstand verliert deswegen niemand die Fassung.

Was tatsächlich in den Motoren schlummerte, war den Vorständen zu dem Zeitpunkt wohl nicht klar. Die Führung um den damaligen VW-Chef Martin Winterkorn hätte andernfalls die größte Krise in der 78-jährigen Firmengeschichte eindämmen, vielleicht sogar verhindern können.

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