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Abrechnungsfehler Porsche zahlt Millionen an Lohnsteuern nach

Der Sportwagenhersteller hat jahrelang zu wenig Abgaben bezahlt. Aber auch Ausgaben für den damaligen Vorstandschef Matthias Müller wurden offenbar beanstandet.
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Im Juni vergangenen Jahres hatte das Finanzamt Stuttgart die Räumlichkeiten des Autobauers durchsucht. Quelle: Reuters
Porsche auf der Auto-Show in Paris

Im Juni vergangenen Jahres hatte das Finanzamt Stuttgart die Räumlichkeiten des Autobauers durchsucht.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer Autobauer Porsche hat nach Fehlern bei der Lohnsteuer einen Millionenbetrag an das Finanzamt nachgezahlt. Das bestätigte ein Sprecher des Sportwagenbauers am Sonntag auf Anfrage. Demnach hat das Unternehmen bei Gehältern für Mitarbeiter in Altersteilzeit zwischen 2009 und 2017 zu wenig Lohnsteuern abgeführt.

Porsche sprach von einem Rechenfehler, der sich über die Jahre durchgezogen habe. Dem Vernehmen nach soll es sich um eine Nachzahlung von knapp zehn Millionen Euro handeln. Der Betrag sei bereits vor längerer Zeit an das Finanzamt gezahlt worden, hieß es. Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ darüber berichtet.

Das Finanzamt Stuttgart hatte laut Porsche im Juni 2017 im Zusammenhang mit einer Betriebs- und Lohnsteueraußenprüfung ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Porsche AG habe „sämtliche Unterlagen bereitwillig zur Verfügung gestellt und vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden kooperiert“.

Wie Porsche weiter mitteilte, arbeitet das Unternehmen derzeit mit den Finanzbehörden „sämtliche relevanten Steuersachverhalte kooperativ auf“. Wesentliche Sachverhalte seien bereits 2016 und 2017 aufgearbeitet, gemeldet und bezahlt worden. Auf „möglicherweise zu erwartende Steuerzahlungen“ habe das Unternehmen mit Sicherheitszuschlägen und Pauschalzahlungen an das Finanzamt reagiert.

Nach Angaben der „Bild am Sonntag“ geht es bei möglichen weiteren Beanstandungen der Behörden unter anderem um Firmen-Veranstaltungen, bei denen Porsche nachweisen müsse, dass es sich um geschäftliche Veranstaltungen gehandelt habe.

So habe der ehemalige Porsche-Chef Matthias Müller die Kosten für seine Feier zum 60. Geburtstag als geldwerte Vorteile nachträglich versteuern müssen, weil die Kosten von der Steuerbehörde als nicht angemessen beanstandet wurden, berichtet die Zeitung. Zudem haben demnach Müller sowie weitere Porsche-Manager Nachzahlungen für einzelne Flüge mit dem Firmenjet und Chauffeur-Fahrten leisten müssen, da die Reisen laut Finanzamt privat motiviert gewesen sein sollen.

Porsche betonte, das Unternehmen habe im Zuge des Verfahrens „umfangreiche interne Maßnahmen“ ergriffen. Dabei geht es um „Tax-Compliance-Maßnahmen“, also Systeme, die das Einhalten steuerlicher Gesetze und Vorgaben der Finanzverwaltung im Unternehmen sichern sollen.

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  • dpa
  • rtr
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