Absage an VW „Alfa Romeo? Träumt weiter“

Fiat-Chef Marchionne spricht Klartext: Alfa Romeo wird nicht verkauft – und schon gar nicht an VW. Für die italienische Autoindustrie hat er trotzdem mehrere schlechte Nachrichten zu verkünden.
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Fiat-Chef Sergio Marchionne (links) will Alfa Romeo stärken und hat dafür die Rückendeckung von Fiat-Aufsichtsratschef John Elkann. Quelle: AFP

Fiat-Chef Sergio Marchionne (links) will Alfa Romeo stärken und hat dafür die Rückendeckung von Fiat-Aufsichtsratschef John Elkann.

(Foto: AFP)

MailandNach der vollständigen Übernahme von Chrysler will der italienische Autohersteller Fiat die Tochter Alfa Romeo stärken. Dem Volkswagen -Konzern, der in der Vergangenheit wiederholt Interesse an der Traditionsmarke signalisiert hatte, erteilte Fiat-Chef Sergio Marchionne erneut eine harsche Absage. „Sie können gerne weiter davon träumen“, sagte Marchionne der Zeitung „La Repubblica“ vom Freitag. Ein Verkauf sei ausgeschlossen.

Die Marke werde in Italien bleiben. „So wie der Jeep in der ganzen Welt verkauft wird, aber bis in den Kern amerikanisch ist, muss auch die DNA des Alfa Romeo ganz und gar authentisch italienisch sein“, betonte Marchionne. Damit trat er Sorgen von Gewerkschaft und Belegschaft entgegen, der Traditionskonzern könnte nach der Chrysler-Übernahme sein Heimatland als Produktionsstandort vernachlässigen.

Für den neuen gemeinsamen Konzern mit Chrysler erwägt Marchionne allerdings einen neuen Namen. Auch der Sitz des neuen Auto-Konzerns sei längst noch nicht entschieden. Das hänge davon ab, an welcher Börse er gehandelt werde, also in Mailand oder New York. Das werde der Verwaltungsrat entscheiden.

Fiat hatte sich vor kurzem die volle Kontrolle über die US-Tochter Chrysler gesichert. Der italienische Autobauer erwirbt in einem 4,35 Milliarden Dollar (3,16 Milliarden Euro) schweren Geschäft den fehlenden Minderheitsanteil an Chrysler. Der Konzernchef erklärte dazu in dem Interview, er mache sich trotz Warnungen vor zu hohen Schulden und zu wenig Liquidität nach dem Chrysler-Kauf keine Sorgen. Eine Erhöhung des Kapitals wäre dabei nur eine „Wertzerstörung“, meinte Marchionne.

Aufmarsch der Prinzengarde
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Alfa Romeo hat seine beiden Modelle Mito (r.) und Giulietta einem dezenten Facelift unterzogen.

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Die "Prinzengarde" soll helfen, die schlafende Schönheit Alfa Romeo wachzuküssen - was dem Supersportwagen 4C als neuem Märchenprinz allein kaum gelingen dürfte.

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Die modellgepflegte Alfa Romeo Giulietta rollt deutlich leiser ab, federt komfortabler und wirkt insgesamt ruhiger und souveräner als bisher.

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Außen muss man allerdings schon genau hinschauen, wenn man den neuen Jahrgang vom alten unterscheiden will.

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Für mindestens 25.900 Euro gibt es den neuen Zweiliter-Diesel mit 110 kW/150 PS, der seine Arbeit mit stiller Gewalt verrichtet.

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Im Innenraum der Giulietta verwendet Alfa Romeo ein geändertes Lenkrad, neue Sitze sowie hochwertigere Materialien. Das optionale Infotainmentsystem "Uconnect" verfügt über 3D-Navi, Sprachbedienung und 7-Zoll-Touchscreen.

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Der Alfa Romeo Mito 0,9 8V TwinAir bietet handliche Fahr- und präzise Kurveneigenschaften und einen sportlichen Motorsound.

Für die frühere Prestigemarke Lancia gibt es allerdings keine guten Neuigkeiten. Man werde Lancia nicht mehr außerhalb Italiens verkaufen, kündigte Marchionne an. Die Lancia-Produktion soll zudem auf das Ypsilon-Modell begrenzt werden. Dagegen versprach Marchionne neue Alfa-Romeo-Modelle für das Frühjahr, die das Image der Marke verändern und ihr Prestige heben sollen.

Fiat hat zum Jahreswechsel seine US-Tochter komplett übernommen. Chrysler steht für mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes und hält den Konzern in den schwarzen Zahlen. Nach Schätzungen von Marktforschern sind die Werke in Italien nur zu 41 Prozent ausgelastet. Tausende Arbeiter befinden sich dort in Kurzarbeit.

  • bay
  • rtr
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5 Kommentare zu "Absage an VW: „Alfa Romeo? Träumt weiter“"

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  • @ GrafBergheVonTrips

    Sie scheinen ja wirklich ein Fachmann zu sein - anders kann ich mir Ihren Kommentar nicht erklären. Die heutigen Fahrzeuge von Alfa unterscheiden sich in puncto Verarbeitungsqualität mitnichten von einem Mazda. In meinem Bekanntenkreis befinden sich sowohl Alfa-, als auch Mazda-Fahrer, die zufriedeneren Fahrer entstammen allerdings dem Alfa-Lager. Anscheinend hat sich bei Alfa in den letzten Jahren was die Qualität betrifft viel getan, insbesondere bei den neueren Modellen, wie 159, Mito oder Giulietta. Wenn ich nicht Mercedes fahren müsste (Dienstwagen), würde ich mir auf jeden Fall einen Alfa kaufen. Übrigens, keiner meiner Bekannten ist jemals mit seinem Alfa liegen geblieben. Ach ja, Alfa wird mit f, nicht mit ph geschrieben, Sie Spezialist...

  • Meine Freundin fährt den Mito. Ein absolut klassse Wagen. Es macht ein höllen Spass diesen zu fahren. Überlege mir auch schon so einen zuzulegen ..

  • Dagegen versprach Marchionne neue Alfa-Romeo-Modelle für das Frühjahr, die das Image der Marke verändern und ihr Prestige heben sollen.
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    Ach!
    Der neue Alpha-Spider wird ein Schwestermodell des neuen Mazda MX5, zwei wunderschöne Roadster, die sich alles gemeinsam Teilen - bis auf die Karrosserie und das Interior-Design. Ich werde mich dennoch für den Mazda und nicht für den Alpha entscheiden - denn die Verarbeitungsqualität von Alpha ist geradezu legendär, wie auch die Qualität des Mazda legendär ist. Allerdings geradezu entgegengesetzt! Nein, ich brauche ein Spaßauto, einen echten Roadster, auf den ich mich verlassen kann, .... und der nicht bei der ersten Ausfahrt zum Gardasee in einem Bergdorf im Trentino liegenbleibt.

  • Alfa Romeo, Volkswagen, BMW, Toyota, General Motors,... etc.

    Gibt es da wirklich einen Unterschied oder gehören die alle zusammen und keiner weiss es?

    Seit 100 Jahren hat sich an den Autos die uns als "neu" verkauft werden, nichts außer dem Designs geändert!

    Die Grundtechnik ( Otto- bzw. Dieselmotor ) ist über 100 Jahre alt!!!

    Sind wir wirklich nicht in der Lage, in 100 Jahren einen neuen Antriebsmotor zu entwickeln, weg vom Öl?

    Oder ist das vielleicht nicht gewollt?

    Gibt es einen Antigravitationsantrieb? ( Bsp. Ufo )

    Der russische Wissenschaftler Dr. Eugene Podkletnov entdeckte 1994 zufällig an der technischen Universität von Tampere in Finnland, wo er angestellt war, bei einem Experiment eine Möglichkeit die Erdanziehung abzuschirmen.

    Als Dr. Podkletnov 1994 seine Entdeckung bekannt gab, wurde er von der Universität sofort entlassen und alle seine Unterlagen zerstört!!

    Warum macht eine Universität das?

    Haben die gleichgeschalteten Massenmedien darüber berichtet?

    Nein!

    Warum nicht?

    Was ist mit kosmischer Energie bzw. freier Raumenergie ? ( Dr. Yoshiro Nakamats, Nikola Tesla )

    Prof. Dr. Claus W. Turtur Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften Schreibt:

    "Auch wenn ich die praktische Nutzung der neuen sauberen Energie der freien Raumenergie bereits erfolgreich im Labor nachweisen konnte - ich habe meine Forschungsarbeiten einstellen müssen. Das ist schade, denn die saubere Energie wäre für die Menschen eigentlich wichtig."

    Die Frage auch hier, warum MUSSTE Prof. Dr. Claus W. Turtur seine Arbeit einstellen?

    Warum erfahren wir nichts davon in den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

  • „Eine Erhöhung des Kapitals wäre dabei nur eine „Wertzerstörung“, meinte Marchionne„.
    Was soll denn das heißen?
    Marchionnes Sorge vor einer Kapitalerhöhung beruht doch einzig und alleine darauf dass die Familie Agnelli (John Elkan) ihre Sperrminorität damit verliert, nicht mehr den Vorstand berufen und halten kann und Herr Marchionne dadurch seinen Job los ist.
    Marchionne wurde, kurz vor seinem Ableben, von Herrn Umberto Agnelli berufen und Herr John Elkan, Großneffe von Umberto Agnelli hält ihn, da er in seiner Verlegenheit sowieso nicht weis was er anderes machen sollte.
    Wie letztendlich die Übernahme der restlichen Anteile von Chrysler für so wenig Geld zustande gekommen ist sei dahin gestellt.
    Ich erinnere nur an den Fall Ecclestone/ Gribkowsky.
    Das Interesse dieser Komplettübernahme Chryslers beruht doch nur darauf über das Geld in Chryslers Kassen frei verfügen zu können um damit Altschulden von Fiat zu decken.
    Dies war durch die Sperrminorität seitens der Gewerkschaft bis dato nicht möglich.
    Tatsache ist dass Herr Marchionne in den zehn Jahren, denen er Fiat vorsteht, nie gezeigt und zu können bewiesen hat marktkonforme und attraktive Autos kreieren zu können. Sonst würde auch Lancia nicht da stehen wo es heute steht. Nur von großen Ankündigungen, wie jetzt wieder mit Alfa Romeo und eine Spezialität des Herrn Marchionne, entstehen keine guten Produkte. Dazu bedarf es schon Talent.
    Nur und einzig das Produkt entscheidet über Erfolg oder Niedergang einer Konzerns.
    So geht das Leiden also in die nächste Runde. Bin gespannt wie lange noch.

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